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15.05.2020 – 11:28

Bundespolizeiinspektion Rostock

BPOL-HRO: Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rostock und der Polizeiinspektion Rostock Jugendgruppe begeht diverse Straftaten

Rostock (ots)

Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Beleidung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigungen und unerlaubte Gleisüberschreitungen, dies das Straftatenregister einer deutschen Jugendgruppe (15 bis 17 Jahre) vom gestrigen Abend.

Angefangen hatte es gegen 20:00 Uhr mit einem Hausfriedensbruch. Gegen zwei der sechsköpfigen Gruppe bestand ein Hausverbot zum Betreten des Hauptbahnhofes Rostock. Nachdem von diesen die Personalien aufgenommen wurden, verließen sie vorerst den Bahnhof. Kurze Zeit später wurde der Sicherheitsdienst durch den Triebfahrzeugführer einer S-Bahn nach Güstrow zur Hilfe gerufen. Dieser hatte die Jugendlichen wegen ihres aggressiven Verhaltens und andauernden Pöbelns von der Fahrt ausschließen wollen. Als die Sicherheitsbediensteten sich der Gruppe näherten, wurden diese beleidigt und die Jugendlichen liefen über die Gleisanlagen weg. Ein Jugendlicher entnahm aus dem Gleisbett einen Schotterstein und warf diesen in Richtung eines Sicherheitsbediensteten, der nur durch ein schnelles Ausweichen einen Treffer vermeiden konnte. Danach verschwand die Gruppe aus dem Bahnhofsbereich. Vier von ihnen fielen aber wenig später zwischenzeitlich alarmierten Kräften der Bundespolizei und Landespolizei in einer aus Bramow kommenden S-Bahn auf und wurden aus dieser herausgeholt, wobei diese erheblichen Widerstand leisteten. Bei der Personalienfeststellung und Durchsuchung konnten bei einem der Jugendlichen mehrere Farbspraydosen und eine Flasche Alkohol im Rucksack aufgefunden werden. Die Spraydosen sowie der Alkohol wurden beschlagnahmt. Im Anschluss daran wurde gegen ihn ein Platzverweis ausgesprochen, dem er nicht nachkommen wollte. Auch die Androhung der Durchsetzung des Platzverweises unter Anwendung von unmittelbaren Zwang bewegte ihn nicht dazu den Bahnsteig zu Verlassen. Beim Versuch ihn durch Anschieben zum Verlassen des Bahnsteiges zu bewegen, schlug er die Hände der Bundespolizistin permanent weg. Kurz darauf schleuderte er einen Stoffbeutel, in dem sich eine gefüllte 1,5 Literflasche (PET) befand, in Richtung des Kopfes der Beamtin, welche den Beutelwurf mit der Hand abwehren konnte. Daraufhin wurde er zu Boden gebracht und Handfesseln angelegt. Ein bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,74 Promille. Es erfolgte eine Verständigung der Erziehungsberechtigten.

Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass durch die Jugendlichen verschiedene Schmierereien an den Aufzügen des Hauptbahnhofes sowie in einer S-Bahn angebracht wurden. Aber nicht nur am Hauptbahnhof trieb die Gruppe ihr Unwesen. Nach einem Hinweis stellten unterstützende Kräfte der Landespolizei fest, dass am Innerstädtischen Gymnasium ein Fenster beschädigt war und an den Wänden, Türen sowie Bilderrahmen Graffiti-Sprühereien aufgebracht waren. Der Kriminaldauerdienst kam zum Einsatz und sicherte alle Beweismittel. Schließlich führte die Spur eines Schuhabdrucks zum 15-Jährigen.

Nach Mitternacht stellte die Landespolizei eine vierköpfige Personengruppe am Holbeinplatz fest. Bei diesen Personen handelte es sich um die Jugendlichen, die ebenfalls bei dem Vorfall am Vorabend auf dem Hauptbahnhof dabei waren und um einen weiteren 17-Jährigen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass diese Jugendgruppe u. a. die Verglasung der Straßenbahnhaltestelle beschädigte, indem sie mit einem scharfkantigen Gegenstand geritzt wurde. Vor dem Hintergrund der bereits bekannten Graffitischmierereien stellte die Landespolizei die Beweismittel für die weiteren Ermittlungen sicher. Im Rahmen der Durchsuchungen wurde bei einem 17-Jährigen ein Cuttermesser aufgefunden und ebenfalls sichergestellt.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Rostock
Kopernikusstr. 1b
18057 Rostock
Pressesprecher
Frank Schmoll
Telefon: 0381 / 2083 1003
E-Mail: bpoli.rostock.contr-presse@polizei.bund.de
Twitter: @bpol_kueste

Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt nimmt als Bundesbehörde ihre
Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Nord-
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"Bundespolizei See", um die Seegrenze in der Nord- und Ostsee
(Schengen-Außengrenze) zu überwachen.


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Auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze nimmt sie
umfangreiche und vielfältige Aufgaben wahr.

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