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Polizeipräsidium Ravensburg

PP Ravensburg: Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Sigmaringen und des Polizeipräsidiums Ravensburg vom 27.01.26

Sigmaringen (ots)

Dritte gemeinsame Sicherheitskonferenz im Landkreis Sigmaringen - Sicherheitspartnerschaft bekräftigt

Mitte Januar haben sich Führungskräfte des Landratsamts Sigmaringen und des Polizeipräsidiums Ravensburg bei der dritten gemeinsamen Sicherheitskonferenz im Landratsamt über Themen der Sicherheit im Landkreis ausgetauscht.

Neben Landrätin Stefanie Bürkle nahmen seitens des Landratsamts mehrere Dezernenten, Fachbereichsleiterinnen und Fachbereichsleiter sowie weitere Führungskräfte an dem Treffen teil. Von der Polizei waren neben Polizeipräsident Uwe Stürmer die beiden Leiter der Polizeireviere im Landkreis sowie weitere Direktions- und Dienstzweigleiter vertreten. Auch Bürgermeister Magnus Hoppe (Gemeinde Herbertingen) war als Kreisvorsitzender im Gemeindetag in Vertretung der Bürgermeisterrunde des Landkreises wieder Teilnehmer.

Polizeipräsident Stürmer gab einen Überblick über das Kriminalitätsgeschehen und verwies darauf, dass die Zahl der erfassten Straftaten im Landkreis Sigmaringen rückläufig sei und die Kriminalstatistik eine insgesamt positive Entwicklung belegt. Er betonte allerdings, dass einzelne herausragende Straftaten entgegen der objektiv guten Sicherheitslage oft dazu führen, das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu beeinträchtigen. Insbesondere Delikte unter Einsatz von Messern sorgen in der öffentlichen Wahrnehmung für Verunsicherung, obwohl deren Anzahl im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg seit Jahren statistisch auf nahezu gleichem Niveau ist. Besorgniserregend sei hingegen die stetig zunehmende Zahl von Betrugsdelikten, oft zum Nachteil älterer Menschen. Trotz großer Anstrengungen und einer intensiven Aufklärung und Prävention werden hier Opfer nach wie vor von skrupellosen Tätern um ihre gesamten Ersparnisse und oft an den Rand des finanziellen Ruins gebracht. Eine seit Anfang des Jahres seitens des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Ravensburg gestartete Bauzaunbanner-Kampagne mit einprägsamen Motiven und eingängigen Botschaften soll hier für noch mehr Aufklärung über die sogenannten Schockanrufe, Enkeltricks und sonstigen Abwandlungen der Betrugsmaschen sorgen. Die Gründe für den signifikanten Anstieg im Bereich der Sexualdelikte im Landkreis liegen insbesondere in der weiteren Zunahme der Kinder- und Jugendpornografie und müssen noch genauer analysiert werden. Um dieser Entwicklung gerade im Bereich der Jugendarbeit Rechnung zu tragen, berichtete Sozialdezernent Torsten Schillinger von den Bestrebungen des Landratsamts, die Vereine eigenständig zu befähigen, hier entsprechende Schutzkonzepte aufzustellen. Außerdem waren sich Landkreis und Polizeipräsidium einig, dass die Prävention und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen künftig noch stärker unterstützt und gefördert werden soll.

Speziell zur Sicherheitslage im Zusammenhang mit Geflüchteten im Landkreis führte der Leiter des Polizeireviers Sigmaringen, Polizeioberrat Daniel Reiser, aus, dass sich diese im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert habe. Eine positive Wahrnehmung in der Bevölkerung zeige sich auch in Anwohnerratssitzungen und Bürgersprechstunden. Die Zusammenarbeit aller Behörden in dem Tätigkeitsfeld funktioniere sehr gut. Insbesondere bei Minderjährigen erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Jugendamt. Auch das Zusammenwirken mit dem Sonderstab Gefährliche Ausländer beim Regierungspräsidium Tübingen hat sich gut bewährt. So konnte in einem Fall, bei dem eine Mitarbeiterin des Landratsamts von einem Täter angegriffen worden war, dieser direkt aus der Haft abgeschoben werden. Erkannte Straftäter werden insbesondere durch die sehr professionell arbeitende polizeiliche Ermittlungsgruppe der LEA-Wache konsequent verfolgt, um eine Verfestigung von kriminellen Strukturen schon im Ansatz zu unterbinden. Die im vergangenen Jahr insgesamt 28 erwirkten Haftbefehle sprechen hier eine deutliche Sprache und belegen den Erfolg der Ermittlungsgruppe, kriminellen Umtrieben frühzeitig Einhalt zu gebieten, betonte Polizeipräsident Stürmer.

Nach wie vor unter den Nägeln brennt der Polizei die Suche nach abgängigen Demenzkranken, die oft mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften, bis hin zum Einsatz eines Polizeihubschraubers, einhergeht. Insbesondere in den Wintermonaten besteht aufgrund der frostigen Temperaturen für die Vermissten stets Lebensgefahr, sodass alle verfügbaren Kräfte eingesetzt werden und alle anderen Aufgaben zurückstehen müssen. Im Rahmen solcher umfangreichen Suchmaßnahmen hob der Kreisbrandmeister des Landkreises Sigmaringen, Michael Reitter, die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen und der Polizei hervor. Polizeipräsident Stürmer regte an, künftig deutlich häufiger technische Ortungsmöglichkeiten (sogenannte "Tracker") zu nutzen, die heutzutage ohne großen Aufwand verfügbar sind, aber von den Pflegeeinrichtungen oder Angehörigen nach wie vor kaum genutzt werden. Sie böten die Möglichkeit, das Leben von Demenzkranken zu retten, weil mit wenig Zeitverzug zielgerichteter gesucht werden könnte. Nachdem im Nachgang zur letzten Sicherheitskonferenz 2024 seitens des Landratsamts die großen Pflegeeinrichtungen bereits dahingehend sensibilisiert wurden, beabsichtigt man nun, anhand konkreter Auswertungen nochmals gezielt auf betroffene Einrichtungen zuzugehen, um hier bessere Vorsorge zu treffen.

Abschließend würdigten beide Behördenleitungen die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und bekräftigten, diese konstruktive Sicherheitspartnerschaft auch in den nächsten Jahren weiter fortzuführen, um gemeinsam bestmöglich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Sigmaringen zu sorgen.

Rückfragen bitte an:

Landratsamt Sigmaringen
Zentralstelle
Sebastian Korinth
Telefon: 07571 102-2152

Polizeipräsidium Ravensburg
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Oliver Weißflog
Telefon: 0751 803-1010
E-Mail: ravensburg.pp.pressestelle@polizei.bwl.de
https://www.polizei-ravensburg.de

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