POL-PDTR: Presseerklärung der Polizeiinspektion Baumholder Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Baumholder (ots)
Presseerklärung der Polizeiinspektion Baumholder zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 im Polizeibezirk Baumholder
Polizeiliche Kriminalstatistik - Übersicht 2025 Allgemeines
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine Zusammenstellung aller der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte unter Beschränkung auf ihre erfassbaren wesentlichen Inhalte. Sie soll damit im Interesse einer wirksamen Kriminalitätsbekämpfung zu einem überschaubaren und möglichst verzerrungsfreien Bild der angezeigten Kriminalität führen. Der örtliche Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Baumholder umfasst die Verbandsgemeinde Baumholder. Auf einer Fläche von 192 km² sind 9.506 Einwohner zu betreuen. Hinzu kommen derzeit ca. 9000 Angehörige der amerikanischen Streitkräfte mit zivilem Gefolge, Tendenz steigend. In der Flächennutzungsstruktur des Landkreises Birkenfeld gliedern sich die einzelnen Nutzungsflächen wie folgt auf: - 12% Siedlungs- und Verkehrsfläche - 34% Landwirtschaftsfläche - 54% Waldfläche
Übersicht
Im Jahr 2025 wurden im örtlichen Zuständigkeitsbereich der PI Baumholder insgesamt 541 Straftaten statistisch erfasst. Dieser und die in diesem Abschnitt nachfolgenden Werte stellen die erfassten Zahlen dar, die - je nach sachlicher Zuständigkeit - sowohl von hiesiger Polizeiinspektion als auch von der Kriminalinspektion in Idar-Oberstein bzw. von anderen Inspektionen bearbeitet wurden. Gegenüber dem Vorjahr mit 604 Fällen bedeutet dies eine Abnahme von 63 Fällen und entspricht einer Abnahme von ca. 10,4%. Aufgeklärt wurden 331 Straftaten. Die Aufklärungsquote beträgt 61,18% und ist im Vergleich zum Vorjahr 2024 (68,21%) gesunken. Die geschlechterspezifische Betrachtung der Tatverdächtigen hat sich 2025 wie nachfolgend dargestellt: 249 männliche Tatverdächtige (75,2% / 2024: 75,7%), 81 weibliche Tatverdächtige (24,5% / 2024: 24,3%), 1 diverse Tatverdächtige (0,3% / 2024: 0%). Der Anteil der nichtdeutschen Bürgerinnen und Bürger unter den ermittelten Tatverdächtigen (TV) beträgt in 2025 mit 111 TV ca. 33,5%. Im Vorjahr konnten 127 TV ermittelt werden, was einem Anteil von ca. 30,8% entspricht.
Bei der Betrachtung der Fälle, die ausschließlich in der sachlichen Zuständigkeit hiesiger Polizeiinspektion liegen, stellen sich die Werte wie folgt dar: Straftaten in 2025 insgesamt: 359. Auch hier ist im Vergleich zum Vorjahr (424 Fälle) ein deutlicher Rückgang festzustellen. Die Aufklärungsquote in 2025 liegt bei 71,3% (256 Fälle) und bleibt somit annähernd gleich zu 2024 (73,1% bei 310 Fällen). Der Anteil der nichtdeutschen Bürgerinnen und Bürger unter den ermittelten Tatverdächtigen beträgt in 2025 ca. 34,4% (88 TV); zum Vergleich 2024: 99 TV, Anteil von ca. 31,9% und ist im Vergleich zum Vorjahr somit leicht gestiegen.
Häusliche Gewalt
Im Jahr 2025 wurden 26 Fälle im Bereich der häuslichen Gewalt erfasst. Der Wert bewegt sich ungefähr im Bereich der Vorjahre.
Rückgang der Fallzahlen bei Diebstahlsdelikten (ohne und mit erschwerenden Umständen)
In 2025 wurden bei hiesiger Polizeiinspektion 52 Diebstähle ohne erschwerende Umstände ("einfache Diebstähle") bekannt. Im Bereich der Diebstähle unter erschwerenden Umständen reduziert sich die Zahl der bekannten Straftaten in diesem Bereich auf insgesamt 18 Fälle. Beide Deliktsbereiche sind rückläufig.
Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit
Im Bereich der Rohheitsdelikte (Körperverletzungsdelikte, Raub, räuberische Angriffe, etc.) wurden 2025 94 Fälle bekannt, was gegenüber 2024 mit 118 Fällen ein Rückgang darstellt. Im Bereich des Deliktsfeldes der gefährlichen - und schweren Körperverletzung wurden 14 Fälle bekannt, was einer Zunahme von 6 Fällen entspricht (8 Fälle in 2024).
Rückgang Straßenkriminalität
Hier handelt es sich um Straftaten der gefährlichen und schweren Körperverletzung auf Straßen, Wegen und Plätzen, Diebstahlsdelikte mit Bezug zum öffentlichen Raum, der Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen sowie der sonstigen Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen. Hierunter werden auch bestimmte Sexualdelikte wie Exhibitionismus und sexuelle Belästigung subsumiert. In 2025 wurden im Dienstgebiet der PI Baumholder 24 Fälle bekannt. Gemessen an dem Vorjahreswert (2024: 34 Fälle) beträgt der Rückgang 29,4%.
Jugendkriminalität
In 2025 waren von den 331 festgestellten Tatverdächtigen (TV) 60 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende (entspricht einem Anteil von 18,1%). Hier lässt sich im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Wachstum feststellen (in 2024: 51 TV, entsprach einem Anteil von ca. 12,4%). Deliktische Schwerpunkte lassen sich hier im Bereich der Rohheitsdelikte und Verkehrsstraftaten feststellen.
Widerstandsdelikte
2025 kam es zu einem Widerstandsdelikt (jeweils zwei Fälle in 2023 und 2024).
Vermögens- und Fälschungsdelikte
Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten sind die Fallzahlen von 128 Fällen in 2024 auf 129 Fälle in 2025 gestiegen und bewegen sich somit auf einem konstanten Niveau. Im Bereich "Enkeltrick, Falscher Polizeibeamter, Gewinnversprechen oder Schockanrufer" werden immer wieder ältere Menschen Opfer von Straftaten, die mit hohen Vermögensverlusten einhergehen. Mittels meist fingierter Telefonnummern werden potentielle Opfer angerufen und zur Herausgabe persönlicher Daten animiert. Häufig werden die Opfer auch aufgefordert, Bargeld oder Schmuck bereitzuhalten, welches dann an der Wohnanschrift der Opfer abgeholt werden soll. Wichtig ist es, am Telefon keinerlei derartigen Angaben zu machen, im Zweifel sollte das Telefonat abgebrochen werden. Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige. Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten Ihrer örtlichen Polizei gerne.
Rauschgiftkriminalität
Bei der Rauschgiftkriminalität fallen die Zahlen von 9 auf 6 Fälle. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich beträgt 83,3%.
Schlussbewertung
Die Kriminalstatistik 2025 der Polizeiinspektion Baumholder zeigt eine insgesamt geringe Kriminalitätsbelastung für den Zuständigkeitsbereich auf, welche überwiegend phänotypische Delikte der sog. "leichten Kriminalität", sog. Vergehen abbilden. Die Polizei Baumholder wird auch zukünftig einen Schwerpunkt ihrer polizeilichen Arbeit in der Bekämpfung der Aggressionsdelikte sowie der Gewalt im öffentlichen Raum bei strikter Anwendung des integrativen Ansatzes sehen. Darüber hinaus stehen besonders sozialschädliche Straftaten im Zusammenhang mit der Straßenkriminalität im Fokus der polizeilichen Kriminalbekämpfungsstrategie. Frühzeitige Kooperationsmaßnahmen mit Sicherheitspartnern könnten zu positiven Entwicklungen in der Kriminalitätsbekämpfungsstrategie führen. Regelmäßige Kooperationen und enge vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Veranstaltern, Genehmigungsbehörden (auf kommunaler Ebene, Stadt- und Verbandsgemeindeverwaltung Baumholder) sowie unseren Sicherheitspartnern bei den US-Streitkräften in Baumholder könnten bei gleichzeitiger Anwendung der Präsenzstrategie zu einem nachweisbar positiven Erfolg beisteuern.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Baumholder
06783-9910
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