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Bundespolizeiinspektion Karlsruhe

BPOLI-KA: Bahnanlagen sind keine Spielplätze!

Mannheim/Karlsruhe/Heidelberg/Pforzheim (ots)

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Unfällen auf Bahnsteigen, in den Gleisen oder sogar auf Zügen.

Tragisch in Erinnerung geblieben ist ein Unfall vom 23. Oktober 2019, bei dem ein 16-Jähriger auf einen Güterwaggon kletterte und der Oberleitung zu nahekam. Ein Stromschlag verletzte den Jugendlichen damals so schwer, dass lange nicht klar war, ob er den Unfall überleben wird. Abgesehen von den unerträglichen, körperlichen Leiden des 16-Jährigen, waren auch seine Familie und Freunde einer großen, psychischen Belastung ausgesetzt. Ein weiterer, besonders schlimmer Vorfall, ereignete sich am 16. März 2020, als eine Mutter zusammen mit ihren zwei Kindern den Bahnsteig am Haltepunkt Mannheim-Luzenberg wechseln wollte. Hierbei nahmen sie den vermeintlich kürzeren Weg über die Gleise und die Familie wurde von einem durchfahrenden Güterzug tödlich erfasst. Aus der Vergangenheit gibt es leider noch weitere Beispiele, die zeigen, wie gefährlich Gleise, Bahnsteige und Zugverkehr sein können. Dennoch werden diese unterschätzt.

Der Bundespolizei ist es ein großes Anliegen, diese Gefahren deutlich zu machen. Immer wieder werden hierzu beispielsweise Präventionsveranstaltungen durchgeführt oder gezielt Personen auf ein gefährliches Verhalten angesprochen. Wie verhalte ich mich richtig auf Bahnanlagen?

Wichtig ist es, stets achtsam zu sein. Viele Hinweisschilder der Deutschen Bahn weisen bereits auf mögliche Gefahren hin. Werden diese Warnungen beachtet, können viele Unfälle vermieden werden. Konkret bedeutet dies, sich von ein- oder durchfahrenden Zügen fernzuhalten und sich bis zum Stillstand des Zuges in der Mitte des Bahnsteiges oder in Wartebereichen aufzuhalten. Züge haben eine Sogwirkung, was dazu führen kann, dass man aufgrund eines zu geringen Abstandes, bei einer Durchfahrt mitgerissen wird. Auch solche Unfälle können schlimme Folgen haben.

Betreten Sie niemals die Gleise, wenn es nicht offensichtlich gestattet ist. Die Gefahr, sich im unebenen Gleisbett zu verletzen, oder von einem Zug überrascht zu werden ist schlichtweg viel zu groß. Ein jüngstes Beispiel, das sich am Bahnhof Wössingen ereignete zeigt, dass die Gefahren der Gleise viel zu oft unterschätzt werden. Eine 20-jährige Frau wollte an jenem Morgen den Weg über die Gleise nehmen, um zum gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen. Dabei entging sie nur knapp einem großen Unglück. Der Triebfahrzeugführer einer S-Bahn bemerkte das Vorhaben der Frau, vom Bahnsteig in die Gleise zu steigen und gab einen Achtungspfiff ab. Dies und die sofortige Schnellbremsung dürften der Frau das Leben gerettet haben, die sonst, um ihren Weg abzukürzen, unmittelbar vor dem Zug ins Gleis gesprungen wäre.

Die Bundespolizei warnt neben dem Betreten von Bahnanlagen außerdem ausdrücklich davor, sich der gefährlichen Oberleitung zu nähern. Was unter Jugendlichen gerne auch als Mutprobe verstanden wird, kann wie im ersten Beispiel beschrieben, schlimme Folgen haben. Mit 15.000 Volt hat eine Oberleitung 65-Mal so viel Spannung, wie die heimische Steckdose. Die Schilder mit den deutlichen Warnungen sollten daher unbedingt beachtet werden.

Generell gilt: Bahnanlagen sind keine Spielplätze!

Auf der Internetseite der Bundespolizei (www.bundespolizei.de) finden sich viele nützliche Tipps und Hinweise zum richtigen Verhalten auf Bahnanlagen. Für weitere Fragen steht ihnen die Bundespolizei jederzeit zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Karlsruhe
Daniela Barg
Telefon: 0721 12016 - 103
E-Mail: bpoli.karlsruhe.oea@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Karlsruhe, übermittelt durch news aktuell

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