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24.08.2006 – 11:19

BARMER

BARMER-Chef Fiedler: Zeitgleiche Einführung von Gesundheitsfonds und Morbiditäts-RSA zwingend erforderlich

Wuppertal (ots)

Zu ersten Vorstellungen im
Gesetzgebungsverfahren für die Gesundheitsreform erklärt der
Vorstandsvorsitzende der BARMER, Dr. Eckart Fiedler:
"Der bekannt gewordene 1. Gesetzentwurf zur Umsetzung der
Eckpunkte für eine Gesundheitsreform sieht vor, dass das Geld aus dem
Gesundheitsfonds nach den bisherigen Kriterien des
Risikostrukturausgleiches an die Krankenkassen verteilt wird. Damit
würde die heutige Schieflage im Wettbewerb mit dem Ergebnis
fortgesetzt, dass Krankenkassen mit vielen chronisch Kranken - auch
wenn der Fonds 100 Prozent der durchschnittlichen Leistungsausgaben
ausschüttet - einen hohen Zusatzbeitrag einheben müssten, während
Krankenkassen mit vorzugsweise gesundem Klientel Rückerstattungen
vornehmen könnten.
Der heutige RSA nimmt in den einzelnen Ausgleichsgruppen von Alter
und Geschlecht keine Rücksicht auf die tatsächlichen
Krankheitskosten: Für Gesunde wie Kranke erhalten die Krankenkassen
gleich viel Geld! Dadurch wird eine Risikoselektion 'Gesund' belohnt;
die medizinische Versorgung chronisch Kranker weist dementsprechend
Defizite auf.
Von daher ist die in den Eckpunkten abgesprochene
Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleiches durch eine
Berücksichtigung der durchschnittlichen Krankheitskosten
Voraussetzung für einen Wettbewerb um mehr Qualität und
Wirtschaftlichkeit, also einer höheren Effizienz in der medizinischen
Versorgung. Um den durch einen Gesundheitsfonds sich zuspitzenden
Wettbewerb zwischen den Krankenkassen, der grundsätzlich zu begrüßen
ist, nicht zu Lasten der Versorgerkassen dramatisch zu verzerren,
müssen Gesundheitsfonds und ein neu gestalteter
Risikostrukturausgleich unbedingt zeitgleich in Kraft gesetzt werden.
Ein zeitliches Abkoppeln des RSA birgt die Gefahr von
Leistungsverweigerung und Geldverschwendung im Wettbewerb und richtet
sich damit gegen Kranken und Beitragszahler."
Für Rückfragen:
BARMER-Presseabteilung, Susanne Uhrig, Telefon 018 500 99 14 21

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