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BGA: EU-Länder erneut wichtigste Wirtschaftspartner

    Berlin (ots) - "Deutsche Produkte sind auf den Weltmärkten weiterhin äußerst gefragt. Mit einem Handelsbilanzüberschuss von 160,6 Milliarden Euro ist das vergangene Jahr erneut ein Rekordjahr für den deutschen Außenhandel gewesen. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen einmal mehr die zentrale Bedeutung der EU und insbesondere ihres Binnenmarktes für den deutschen Außenhandel. Unsere großen europäischen Handelspartner Frankreich, Großbritannien, Italien und die Niederlande alleine sind Ziel- bzw. Herkunftsland für annähernd ein Drittel der deutschen Ex- bzw. Importe." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin.

    Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Rangfolge der 15 wichtigsten Handelspartner Deutschlands für 2005 bekannt gegeben. Frankreich ist mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent wichtigstes Zielland für deutsche Produkte, gefolgt von den USA, Großbritannien, Italien und den Niederlanden. China liegt in dieser Liste auf Platz 11 mit einem Anteil von 2,7 Prozent und damit nahezu gleichauf mit Polen. Wichtigstes Herkunftsland deutscher Importe war ebenfalls Frankreich mit einem Anteil von 8,7 Prozent, gefolgt von den Niederlanden, den USA, China und Großbritannien. Mit Russland, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn finden sich auch vier mittel- und osteuropäische Länder in der Liste.

    "Ein kleiner Wermutstropfen ist sicherlich das nur geringe Wachstum der deutschen Exporte nach China. Allerdings ist dies auch vor dem Hintergrund eines äußerst starken Wachstums 2004 zu sehen, in dem die deutschen Ausfuhren nach China um 15 Prozent gestiegen waren. Hier spielten Einmaleffekte wie eine besonders starke Nachfrage nach deutschen Textilmaschinen wegen des Auslaufens des Textilabkommens eine starke Rolle. Insofern sind die Zahlen für das vergangene Jahr weniger dramatisch, als es zunächst den Anschein haben mag", so Börner weiter.

    "Ein wirklich vollendeter europäischer Binnenmarkt - also auch im Dienstleistungsbereich - bietet ein enormes Potential für die deutschen Unternehmen. Hier müssen die ewigen Bedenkenträger endlich einmal über ihren Schatten springen, damit dieser zusätzliche Wachstumsmotor endlich in vollem Umfang genutzt werden kann", so Börner abschließend.

    23, Berlin, 10. April 2006

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