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Westfalenpost: Kein Grund zum Jubel Skepsis gegenüber Waffenruhe der ETA

    Hagen (ots) - Von Jörg Fleischer

    Was die baskische Untergrundorganisation ETA gestern pompös verkündet hat, ist nicht neu. Im Laufe ihrer Geschichte erklärten die Terroristen bereits zehn Mal eine Waffenruhe. Sie war jedoch stets das Papier nicht wert, auf dem die vielversprechende Botschaft geschrieben stand. Dabei kann man Spanien und den Touristen aus aller Welt, die dort Urlaub machen, nur wünschen, dass dies vielleicht doch der Beginn eines echten Friedensprozesses ist. Aber Geschichte lehrt: Die Waffen der ETA schwiegen meist nur für kurze Zeit. Ende der 90er Jahre gab sie einen "ewigen" Gewaltverzicht bekannt, der zwar zu Gesprächen mit der spanischen Regierung führte. Diese scheiterten jedoch - und die Terroristen kehrten zur Gewalt zurück. Es gibt also keinen Grund zum Jubel. Die Zurückhaltung gegenüber derartigen Friedensangeboten der baskischen Untergrundorganisation kann gar nicht groß genug sein. Und so sollte man es auch mit der jüngsten Ansage der ETA halten.

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