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Mitteldeutsche Zeitung: zu Solidarpakt

    Halle (ots) - Fest steht: Gerade in den Jahren nach der Wende hat es speziell auch Sachsen-Anhalt mit dem Sparen nicht ernst genug gemeint. Im Gegensatz zu Sachsen blieb der Personal- und Verwaltungshaushalt aufgebläht. Viele Sonntagsreden, wenige Taten. Politische Wackelkonstellationen und mehrere Regierungswechsel ließen oft Populismus blühen, wo es Sacharbeit gebraucht hätte. Auch wenn das inzwischen Geschichte ist: In Sachen Finanzkraft belasten die Fehler der Vergangenheit nun die Gegenwart. Das ist die Situation. Doch Tatsache ist auch, dass die Sparbemühungen mittlerweile an Ernsthaftigkeit gewonnen haben. Schon deshalb ist es falsch, vorurteilsvoll mit dem Finger gen Osten zu zeigen: Die können nicht mit Geld umgehen. Wer so argumentiert, stellt den Solidarpakt in Frage. Und mindert durch sein Pauschalurteil die Chance, tatsächlich neue Wege des Geldverteilens und -ausgebens gehen zu können.

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