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Mitteldeutsche Zeitung: CIA-Affäre BKA-Beamter unter Druck

    Halle (ots) - Parlamentskreise rechnen mit einer abermaligen Verschärfung der CIA-Affäre in der kommenden Woche. Dies berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Samstag-Ausgabe). Grund ist nach Informationen des Blattes ein Bericht des ARD-Magazins "Kontraste", der am Donnerstag ausgestrahlt wird und belastendes Material im Fall des Kriminaloberkommissars Ralph Trede enthalten soll. Der BKA-Beamte hatte im Herbst 2002 an einer Aktion gegen zwei angebliche Al-Qaida-Mitglieder im Libanon teilgenommen und bekam dort Hinweise darauf, dass die Verdächtigen von kooperierenden libanesischen Sicherheitsbeamten mit Stromstößen gegen die Hoden gefoltert wurden. Trede informierte Vorgesetzte des Bundeskriminalamtes (BKA) darüber. Die unternahmen jedoch nichts. Statt dessen wurde ein Disziplinarverfahren gegen Trede wegen angeblich privater Telefonate mit dem Dienst-Handy eingeleitet. BKA-Präsident Jörg Ziercke forderte die Bonner Staatsanwaltschaft auf, gegen Trede in der Angelegenheit zu ermitteln. Dieser muss mittlerweile um den Beamtenstatus fürchten - obwohl seine Aussagen als glaubhaft gelten.

    Der Fall Trede ist einem Mitglied des Auswärtigen Ausschusses zufolge viel brisanter als der Fall Khaled el Masri. "Wir stehen erst am Anfang. Der Fall El Masri war nur die Spitze des Eisberges", so der Politiker.

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