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Mitteldeutsche Zeitung: zu Gas und Schröder

    Halle (ots) - Ungut ist auch die mögliche Symbolik für das Verhältnis von Politik und Wirtschaft. Beide Bereiche, so der Eindruck, sind auf das Innigste und Intimste verflochten, schanzen sich die Dinge jeweils zu eigenem Vorteil zu. Da wird beschädigt, was eigentlich Alltag ist. Spitzenpolitiker müssen enge Kontakte zur Wirtschaft haben. Und umgekehrt. Das ist gut so, soll die eine oder die andere Seite nicht veröden. Nur steht die Frage: in welchem Umfang, zu welcher Zeit und welchen Konditionen? Bleibt der politische Flurschaden. Den Polen und den baltischen Staaten, denen das Pipeline-Projekt ein Dorn im Auge ist, dürfte der Vorgang kaum gefallen. Auch den Amerikanern nicht. Im Nachhinein erhält die umstrittene Russland-Politik Schröders einen schlechten Beigeschmack. Und das Amt des Kanzlers einen Kratzer.

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