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Roggen rockt: Brot des Jahres 2026 ist das Roggenbrot

Roggen rockt: Brot des Jahres 2026 ist das Roggenbrot
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Berlin, 20. Januar 2026Das Roggenbrot ist das Brot des Jahres 2026. Es überzeugt besonders durch seine geschmackliche Vielfalt, den ernährungsphysiologischen Mehrwert und Nachhaltigkeit. Auf der Grünen Woche in Berlin wurde das Brot des Jahres am Dienstag von Bundesminister Alois Rainer und Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes, offiziell angeschnitten.

Das Roggenbrot rückt ins Rampenlicht: Bundesernährungsminister Alois Rainer und Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes, stellten das neue Brot des Jahres am Dienstag im Rahmen der Grünen Woche erstmals einem breiten Publikum vor. „Roggen ist das traditionelle Brotgetreide Deutschlands, das eine wichtige Rolle in der Ernährung spielt. Roggen ist trockenresistenter als Weizen und leistet somit einen Beitrag zur Resilienz der Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, das Roggenbrot stärker in den Fokus der Verbraucher zu rücken“, so ZV-Präsident Roland Ermer.

Bundesminister Alois Rainer probierte das Brot des Jahres als einer der Ersten und zeigte sich begeistert: „Leckeres Brot vom Bäcker an der Ecke – das ist für viele Menschen in Deutschland der Geschmack von Heimat. Das Roggenbrot steht in dieser Tradition. Ich setze mich für den Erhalt dieser Traditionen ein: Brot in all seinen Variationen gehört zu einer ausgewogenen Ernährung einfach dazu; Bäckereien sind gerade in ländlichen Regionen wichtige Versorger und Treffpunkte für die Gemeinschaft im Ort.“

Das Roggenbrot ist so vielfältig wie Deutschland selbst, es gibt das Westfälische Pumpernickel, so gibt es das Hamburger Schwarzbrot, das Ammerländer Vollkornbrot und das Rheinische Schwarzbrot als regionale Klassiker. Roggenbrot muss nach den Leitsätzen mindestens aus 90 Prozent Roggenmehl bestehen, Rezepturen, die Formgebung und das Backverfahren sind den Bäckermeistern freigestellt. „Vor allem Handwerksbäcker führen Roggenbrot im Sortiment, denn typisch für Roggenbrot ist die Zubereitung mit Sauerteig. Das erfordert Know-how, Erfahrung und Fingerspitzengefühl der Bäckermeister. Erst durch die Sauerteigführung werden die Enzyme reguliert und das Roggenmehl kann verbacken werden. Der Sauerteig ist zugleich vorteilhaft für Aroma, Frischhaltung und Bekömmlichkeit“, so Roland Ermer weiter.

Der wissenschaftliche Beirat des Deutschen Brotinstituts hat das Roggenbrot zum Brot des Jahres gekürt, um auf diese Brotvielfalt im Allgemeinen und den Roggen als nachhaltige Getreidesorte im Speziellen hinzuweisen. Die deutsche Brotkultur mit mehr als 3.000 verschiedenen Brotspezialitäten ist weltweit einmalig und wird täglich von über 8.900 Handwerksbäckern lebendig gehalten. Die Innungsbäcker sorgen dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher stets mit bestem Brot und Backwaren versorgt werden. „Damit dies auch künftig so bleibt, müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört insbesondere der Abbau von Bürokratie, die Reform des Arbeitsrechts, die es Handwerksbäckereien ermöglicht, an Sonn- und Feiertagen Backwaren zu produzieren und auszufahren sowie eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand in den Fokus nimmt“, betont Roland Ermer.

Fakten zum Deutschen Brotinstitut

Das Deutsche Brotinstitut ist ein eingetragener Verein, der auf dem in den 50er-Jahren etablierten Brotprüf- und Beratungsdienst des Deutschen Bäckerhandwerks gründet. Der Verein hat laut Satzung die Aufgabe, das von der Deutschen UNESCO-Kommission anerkannte immaterielle Kulturgut Deutsche Brotkultur zu sichern, zu erhalten und zu fördern wie auch das Wissen zu Brot zu sammeln, zu bewerten und weiterzugeben. Hierzu erfasst das Institut in seinem Deutschen Brotregister die Brotvielfalt unseres Landes, mit derzeit mehr als 3.000 unterschiedlichen Brotsorten, die täglich in Deutschland gebacken und angeboten werden. Das Deutsche Brotinstitut dient Medien und Verbrauchern als Ansprechpartner zum Thema Brot und Deutsche Brotkultur. Darüber hinaus führt das Institut im Bäckerhandwerk jährlich rund 15.000 sensorische Qualitätsprüfungen durch und publiziert auf seiner Website unter www.brotinstitut.de die positiven Ergebnisse, als Empfehlung für Verbraucher. Bei seiner Arbeit wird das Deutsche Brotinstitut von einem Wissenschaftlichen Beirat unterstützt, bestehend aus fünf renommierten Getreideforschern und Ernährungswissenschaftlern. Das Deutsche Brotinstitut hat seinen Sitz in Berlin und betreibt eine Geschäftsstelle an der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim.

Um über die Bedeutung des Brotes für die menschliche Ernährung zu informieren, wählt der Wissenschaftliche Beirat des Deutschen Brotinstituts jedes Jahr eine besonders traditionelle, beliebte und ernährungsphysiologisch hochwertige Brotsorte zum „Brot des Jahres“. Ziel ist es, das Wissen über die verschiedenen Brotsorten zu verbessern und die Deutsche Brotkultur als anerkanntes Kulturgut unseres Landes zu stärken. Das Brot des Jahres 2025 war das Nussbrot.

Kontakt Zentralverband

Susan Hasse
Pressereferentin
Tel: (030) 20 64 55-42
E-Mail:  presse@baeckerhandwerk.de

Internet: www.baeckerhandwerk.de

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