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Gewerkschaft der Polizei

64. Deutscher Verkehrsgerichtstag - Krause: „Vision Zero ernst nehmen.“

Goslar, 29.01.2026

64. Deutscher Verkehrsgerichtstag

Krause: „Vision Zero ernst nehmen.“

Goslar. Angesichts des heute begonnenen Deutschen Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar betont die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Bedeutung der sogenannten „Vision Zero“. Sie hat das Ziel, die Zahl von Verkehrsunfalltoten und schweren Personenschäden nahe Null zu bringen. Sibylle Krause, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand der GdP und beim VGT vor Ort, fordert: „Die Politik in Bund und Ländern muss die Vision Zero, zu der wir als GdP uns uneingeschränkt bekennen, endlich ernst nehmen und wirksam verfolgen. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten und verletzten Personen muss rasch weiter zurückgehen.“

Dafür braucht es dringend ein noch besseres Vorgehen gegen das Ablenken durch elektronische Geräte, wie zum Beispiel Smartphones. Krause betont: „Wenn Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer durch ihre Handys abgelenkt sind, steigt das Unfallrisiko massiv an. Wer beim Lesen oder Tippen einer Nachricht etwa zwei Sekunden nicht auf die Straße schaut, legt bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern etwa 28 Meter zurück. Bei Tempo 100 sind es sogar ungefähr 55 Meter im Blindflug.“ Und sie warnt: „Ablenkung ist eine der tödlichsten Unfallursachen!“

Um Unfallrisiken durch die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt zu vermeiden, können aus GdP-Sicht sogenannte Monocams eine effiziente Möglichkeit darstellen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. „Dabei erkennen Kameras mithilfe Künstlicher Intelligenz Bewegungen der Autofahrer, wie sie typischerweise beim Handygreifen oder Handyhalten gemacht werden.“

Krause verlangt für die Erhöhung der Verkehrssicherheit aber nicht nur technische Unterstützung. „Wir brauchen darüber hinaus dringend mehr Personal bei den Verkehrspolizeien der Länder sowie bundesweit verbindliche Standards und einheitliche Fortbildungsangebote.“ Dies gelte ganz besonders im Bereich der spezialisierten Verkehrsunfallaufnahme. „Denn es darf nicht davon abhängig sein, in welchem Bundesland man in einen schweren Verkehrsunfall involviert wird“, stellt Krause klar.

Der Verkehrsgerichtstag in Goslar dauert noch bis zum morgigen Freitag. Die GdP bringt sich auf der Veranstaltung in mehreren Arbeitskreisen mit ihrer Expertise ein.

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.

Kontakt: gdp-pressestelle@gdp.de | 030-399921-113

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