Tarifrunde: Polizeibeschäftigte erwarten mehr
Potsdam, 16.01.2026
GdP zur zweiten Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder
Zweite Verhandlungsrunde endet ohne konkretes Angebot – Gespräche bleiben ergebnisoffen
Potsdam. Am Freitag, den 16. Januar 2026, wurde in Potsdam die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder fortgesetzt. Auch wenn die Gespräche in einer konstruktiven und respektvollen Atmosphäre geführt wurden, blieb die Arbeitgeberseite ein konkretes Angebot schuldig. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und für Tarif zuständige Christian Ehringfeld erklärte dazu: „Dass es trotz erkennbarer Annäherungen noch kein konkretes Angebot gibt, ist ernüchternd. Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass die Gespräche sachlich und fair geführt werden. Nun erwarten die Beschäftigten jedoch spürbare Fortschritte.“
Die Gewerkschaften betonen, dass sie auf mögliche Aktionen, Demonstrationen und Warnstreiks in den kommenden Wochen gut vorbereitet sind. Arbeitskampfmaßnahmen seien notwendig, um weiterhin den Druck aufrechtzuerhalten. „Die Beschäftigten erwarten nun konkrete Bewegung. Der konstruktive Umgang miteinander ist eine gute Grundlage – jetzt müssen daraus auch Ergebnisse entstehen“, so Ehringfeld.
Für die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder fordern die Gewerkschaften weiterhin sieben Prozent mehr Entgelt innerhalb von zwölf Monaten, für die unteren Einkommensgruppen jedoch mindestens 300 Euro. Ein Tarifabschluss hätte zudem Auswirkungen auf mehr als eine Million Beamtinnen und Beamte der Länder, deren Besoldung sich an dem Ergebnis orientiert. Weiterhin sind rund eine Million Versorgungsempfänger:innen betroffen.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. Und 12. Februar 2026 in Potsdam vorgesehen. „Die Arbeitgeber haben weiterhin die Möglichkeit, diese Tarifrunde partnerschaftlich und ohne größere Arbeitskampfmaßnahmen zu einem Abschluss zu bringen“, erklärte Ehringfeld. „Dazu braucht es in der nächsten Runde konkrete Vorschläge.“
- - - - - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.
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