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Rheinische Post: Kommentar: Impfen gegen Schweinegrippe

Düsseldorf (ots) - Im Jahr 2009 hatte die Schweinegrippe eine Art Kulturkampf ausgelöst. Impfen oder nicht impfen? Wer sich den Piks geben ließ, war in den Augen der Kritiker ein Opfer der Pharma-Industrie, die sich an der Panik vor einem harmlosen Virus bereichert. Wer sich gegen die Impfung entschied, war in den Augen der Befürworter leichtsinnig und unsolidarisch, weil er krank ja selbst zum Überträger der Viren werden kann. Die Impfung war allemal vernünftiger, wie das neue Auftauchen des Virus nun belegt. Es gibt keinen Grund, wegen der ersten Todesopfer durch die Schweinegrippe in diesem Winter in Hysterie zu verfallen. Allerdings scheint der H1N1-Erreger nach den bisherigen Analysen das dominante Virus in diesem Winter zu werden. Noch ist es für eine Impfung nicht zu spät. Die Immunisierung dauert rund zwei Wochen. Der Höhepunkt der Grippewelle wird für Januar / Februar erwartet. Der saisonale Impfstoff, der gleich gegen drei verschiedene Viren-Typen schützt, ist noch nicht verbraucht. Sollte er nicht ausreichen, können die Länder doch noch ihre Schweinegrippe-Impfdosen aktivieren. Sie sind noch haltbar. Wer sich 2009 nicht hat impfen lassen, kann dies also noch nachholen. Zumal die Erfahrung mit der Schweinegrippe zeigt, dass sie eben keine reine Wintergrippe ist, sondern sich auch im Frühjahr und Sommer verbreitet.

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