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Weser-Kurier: Über die geplante Erhöhung der Grunderwerbssteuer in Bremen schreibt Moritz Döbler:

Bremen (ots) - Es ist nur ein Satz, den man auf den 139 Seiten des noch nicht amtlichen Koalitionsvertrags leicht überliest: "Bremen wird prüfen, eine ,Heuschreckensteuer' einzuführen, um den Grunderwerb durch Immobilienheuschrecken stark zu beschneiden." Heuschreck, lass nach - diese Debatte war doch längst vorbei. Vor zehn Jahren hatte der damalige SPD-Chef Franz Müntefering milliardenschwere Investmentgesellschaften mit überzogenem Renditestreben als Heuschrecken gebrandmarkt. In Bremen geht es Rot-Grün nun um "Immobilienheuschrecken". Was genau geplant ist, sickert jetzt vor dem Start der neuen Regierung durch. Offenbar sollen Investoren, die größere Wohnungsbestände kaufen, künftig nicht mehr 5,5 Prozent Grunderwerbssteuer zahlen, sondern 19 Prozent. Und das möglicherweise schon ab Paketen von 50 Wohnungen aufwärts. Die Steuer soll also auf das mehr als Dreifache steigen - das träfe neben den Käufern mittelbar die Verkäufer, also die Immobilienentwickler. Nun sind auch sie es, die Wohnraum für die wachsende Stadt schaffen sollen - der sich Rot-Grün nachdrücklich verschrieben hat. Das passt nicht zusammen.

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