Alle Storys
Folgen
Keine Story von Planet Industrial Excellence GmbH mehr verpassen.

Planet Industrial Excellence GmbH

Expertin skizzierte Zukunftsagenda für den Mittelstand

Expertin skizzierte Zukunftsagenda für den Mittelstand
  • Bild-Infos
  • Download

Expertin skizzierte Zukunftsagenda für den Mittelstand

  • Jane Enny van Lambalgen: „Unternehmen müssen sich grundlegend neu erfinden.“
  • Zwölf-Punkte-Fahrplan, damit Deutschlands Wirtschaft die Krise überwinden kann

Frankfurt, 19. Mai 2026 – Deutschlands Mittelstand steht nach Einschätzung der Managementexpertin Jane Enny van Lambalgen vor der größten strukturellen Umbruchphase seit Jahrzehnten. „Die Kombination aus KI-Revolution, geopolitischen Risiken, Energieproblemen, Fachkräftemangel, Bürokratie und wachsender Regulierung erzeugt einen historischen Veränderungsdruck“, erklärt die CEO der Beratungs- und Managementfirma Planet Industrial Excellence. Viele Unternehmen versuchten noch immer, einzelne Krisen isoliert zu überwinden. Tatsächlich handele es sich jedoch um einen tiefgreifenden Wandel der gesamten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

„Wer jetzt lediglich auf bessere Konjunkturdaten hofft oder der einen oder anderen Entwicklung hinterherläuft, verkennt die Realität“, warnt Jane Enny van Lambalgen. Unternehmen müssten ihre Organisation, Prozesse und Geschäftsmodelle grundlegend modernisieren. Die Managerin formuliert deshalb einen umfassenden Zwölf-Punkte-Fahrplan für die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen.

1. Künstliche Intelligenz konsequent produktiv einsetzen

Nach Einschätzung von Jane Enny van Lambalgen wird KI innerhalb weniger Jahre zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor in nahezu allen Unternehmensbereichen. Viele Firmen experimentierten bislang jedoch lediglich punktuell mit einzelnen Anwendungen. „Künstliche Intelligenz muss aus der Innovations­abteilung heraus in den operativen Alltag gelangen“, rät sie den Unternehmen.

Besonders große Potenziale sieht sie in den Bereichen Kundenservice, Wissensmanagement, Vertriebssteuerung, Produktionsplanung, Qualitätskontrolle, technisches Zeichnen, Statikkalkulationen etwa im Bau, Compliance-Prüfung, Einkauf und Verwaltung. KI könne Prozesse beschleunigen, Fehler reduzieren und Mitarbeiter erheblich entlasten. Unternehmen müssten deshalb systematisch analysieren, welche Tätigkeiten automatisiert, unterstützt oder vollständig neugestaltet werden können.

2. Interne Bürokratie radikal abbauen

Neben einer überbordenden staatlichen Regulierung sieht die Expertin auch erhebliche hausgemachte Bürokratieprobleme in den Unternehmen. Über Jahre gewachsene Freigabestrukturen, komplizierte Abstimmungswege und redundante Dokumentationspflichten bremsten die Geschwindig­keit vieler Organisationen massiv aus.

„Es ist üblich, auf den Wust an externer Bürokratie zu schimpfen“, sagt Jane Enny van Lambalgen, „doch dabei übersehen viele Unternehmen, dass ihre interne Firmokratie häufig ebenso undurchsichtig, langatmig und in weiteren Teilen schlichtweg überflüssig ist.“ Gerade in Zeiten schneller Markt­veränderungen und steigendem Kostendruck werde dies zunehmend zum Wettbewerbs­nachteil. Unternehmen müssten deshalb ihre internen Abläufe konsequent auf Wertschöpfung überprüfen und unnötige Prozessschritte eliminieren.

3. Wertschöpfungsketten vollständig neu denken

Die Managerin empfiehlt den Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse nicht lediglich zu digitalisieren, sondern grundsätzlich zu hinterfragen. „Viele ineffiziente Prozesse werden derzeit einfach digital fortgeführt“, kritisiert sie.

Die zentrale Zukunftsfrage laute nicht mehr, wie bestehende Strukturen effizienter gemacht werden können, sondern welche Prozesse überhaupt noch sinnvoll seien. Gerade durch KI, Robotik und Automatisierung entstünden völlig neue Möglichkeiten der Organisation von Arbeit, Produktion und Verwaltung.

4. Lieferketten resilienter machen

Der Krieg im Nahen Osten legt einmal mehr die Verwundbarkeit globaler Lieferketten schonungslos offen, meint Jane Enny van Lambalgen. Viele Firmen gäben sich überrascht, obgleich die Krisen der vergangenen Jahre längst die Kehrseite der Globalisierung für die Wirtschaft gezeigt hätten. "Die Pandemie, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte haben deutlich gemacht, wie schnell internationale Abhängigkeiten zum Problem werden können", sagt sie.

„Maximale Kosteneffizienz darf nicht länger das einzige Ziel von Lieferketten sein“, erklärt Jane Enny van Lambalgen. Unternehmen müssten ihre Beschaffungsstrukturen stärker diversifizieren, alternative Lieferanten aufbauen und kritische Komponenten strategisch absichern. Gleichzeitig gewinne die digitale Steuerung und Überwachung von Lieferketten massiv an Bedeutung.

5. Marketing und Vertrieb deutlich stärken und modernisieren

Nach Ansicht der Managerin verfügen viele deutsche Mittelständler zwar über hervorragende Produkte und hohe Ingenieurskompetenz, seien aber im internationalen Wettbewerb oft vertrieblich und preislich zu schwach aufgestellt.

„Technologische Qualität und Features allein verkaufen sich heute nicht mehr automatisch“, sagt sie. Moderne Unter­nehmen müssten ihre Marktpräsenz deutlich professioneller gestalten. KI-gestützte Kundenanalyse, automatisiertes Marketing, datengetriebene Vertriebssteuerung und professionelle digitale Sichtbarkeit würden zunehmend über Markterfolg entscheiden.

Gerade internationale Wettbewerber aus den USA und Asien seien in diesen Bereichen häufig deutlich aggressiver und moderner mit einfach zu bedienenden Produkten aufgestellt.

6. Automatisierung massiv beschleunigen

Angesichts des demografischen Wandels werde Deutschland dauerhaft mit Arbeitskräftemangel konfrontiert bleiben. Nach OECD-Prognosen gehen bis 2036 rund 20 Millionen Menschen in den Ruhestand, während deutlich weniger junge Arbeitskräfte nachrücken.

„Unternehmen werden viele Stellen künftig schlicht nicht mehr personell besetzen können“, sagt Jane Enny van Lambalgen. Deshalb müssten Automatisierung und Robotik deutlich schneller vorangetrieben werden – nicht nur in der Produktion, sondern zunehmend auch in Verwaltung, Logistik und Kunden­kommunikation.

7. Cybersecurity zur strategischen Kernaufgabe machen

Mit wachsender Digitalisierung und KI-Nutzung steige zugleich das Risiko hochautomatisierter Cyberangriffe erheblich. Unternehmen seien längst nicht mehr nur einzelnen Hackern ausgesetzt, sondern zunehmend professionell organisierten und KI-gestützten Angriffssystemen.

„IT-Sicherheit ist schon lange keine technische Randfrage mehr, sondern eine Frage der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit“, betont die Expertin. Besonders kritisch seien dabei Lieferkettenangriffe, Ransomware, Industriespionage, Firmware- und Angriffe auf Produktionssysteme.

Unternehmen müssten deshalb deutlich stärker in Cybersecurity, Monitoring, Notfallmanagement und digitale Resilienz investieren. Regelmäßige Penetrationstests seien das Gebot das Stunde.

8. Mitarbeiter umfassend weiterqualifizieren

Der technologische Wandel werde viele Berufsbilder massiv verändern. Gleichzeitig entstünden neue Anforderungen an nahezu alle Beschäftigten. „KI ersetzt nicht einfach pauschal Menschen, aber sie verändert die Anforderungen an Arbeit fundamental“, erklärt Jane Enny van Lambalgen.

Unternehmen müssten deshalb massiv in Weiterbildung investieren. Dabei gehe es nicht nur um technische Kenntnisse, sondern auch um den produktiven Umgang mit KI-Systemen, Datenanalyse, Prozessverständnis und digitale Zusammenarbeit.

„Im Idealfall gelingt es den Unternehmen, das anstehende Ausscheiden der Boomergeneration durch KI- und Roboter-getriebene Automatisierung aufzufangen“, nennt sie eine Zielvorgabe.

9. Entscheidungen deutlich beschleunigen

Viele Unternehmen litten unter zu langen Entscheidungswegen und einer Kultur der Risikoaversion. „In einer Welt exponentieller technologischer Entwicklung werden langsame Organisationen zunehmend verlieren“, sagt die Managerin.

Erfolgreiche Unternehmen müssten Verantwortung stärker dezentralisieren, Teams mehr Handlungs­spielraum geben und Entscheidungen schneller treffen. Geschwindigkeit werde künftig zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor.

10. Energieeffizienz strategisch verbessern

Die dauerhaft hohen Energiepreise in Deutschland stellten insbesondere die Industrie vor enorme Herausforderungen. Unternehmen müssten deshalb ihre Energieeffizienz systematisch verbessern und stärker auf intelligente Produktionssteuerung setzen.

„Energie wird auf absehbare Zeit ein strategischer Kostenfaktor bleiben“, erklärt Jane Enny van Lambalgen. Besonders energieintensive Unternehmen müssten ihre Prozesse deshalb technologisch modernisieren und resilientere Energieversorgungskonzepte entwickeln – oder den Weg ins Ausland antreten.

11. Produktionsverlagerungen erwägen

Die Expertin wird deutlich: „Die mittelständische Wirtschaft sollte Produktionsverlagerungen und internationale Standortstrategien ernsthaft prüfen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.“ Angesichts hoher Energiepreise, wachsender Regulierung, steigender Arbeitskosten und bürokratischer Belastungen könne es wirtschaftlich sinnvoll sein, einzelne Produktionsschritte oder ganze Geschäftsbereiche teilweise ins Ausland zu verlagern. „Viele Unternehmen werden künftig deutlich internationaler denken müssen, wenn sie ihre Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen“, sagt Jane Enny van Lambalgen, „wobei aus Resilienzgründen vieles dafür spricht, ins europäische Ausland statt nach Übersee zu expandieren.“

Sie führt aus: „Bei Produktionsverlagerungen ist es ratsam, die Waren in der Nähe der jeweiligen regionalen Märkte, also beispielsweise Asien, herzustellen. Gleichzeitig sollte sichergestellt werden, dass kurzfristig auf geopolitische Veränderungen reagiert werden kann, indem die Fertigung desselben Produkts weiterhin in Europa möglich bleibt.“

12. Innovationsgeschwindigkeit massiv erhöhen

Nach Einschätzung von Jane Enny van Lambalgen unterschätzen viele Unternehmen noch immer die Geschwindigkeit technologischer Veränderungen. Klassische Innovationszyklen seien zu langsam geworden.

Während früher neue Technologien oft über viele Jahre hinweg schrittweise in den Markt kamen, verändern sich heute ganze Geschäftsmodelle innerhalb von ein bis zwei Jahren. Unternehmen müssten deshalb deutlich experimentierfreudiger werden, Innovation schneller testen und Entscheidungen wesentlich rascher treffen.

Wenige Monate statt etliche Jahre

„Früher konnte ein Unternehmen mit einer guten Strategie fünf oder zehn Jahre erfolgreich sein. Heute verändern sich Märkte teilweise binnen weniger Monate“, erklärt sie. Die Firmen müssten Innovation deshalb als permanenten Prozess verstehen und deutlich schneller einführen, testen und umsetzen.

Die Managerin sieht trotz aller Probleme weiterhin noch Chancen für den Industriestandort Deutschland. „Deutschland verfügt über enorme industrielle Kompetenz, technisches Know-how und hochqualifizierte Mitarbeiter“, zählt sie auf. Allerdings reichten diese Stärken allein nicht mehr aus. „Entscheidend werden künftig Anpassungsfähigkeit, Entscheidungs- und Innovationstempo sowie Modernisierungsbereitschaft sein“, sagt Jane Enny van Lambalgen. Sie stellt klar: „Auf die Politik zu warten, macht jedenfalls keinen Sinn. Es liegt bei den Unternehmen selbst, sich fit für die Zukunft zu machen.“

Jane Enny van Lambalgen ist Founding Partner und Geschäftsführerin der Firma Planet Industrial Excellence sowie Mitglied bei United Interim, der führenden Community für Interim Manager im deutschsprachigen Raum, und im Diplomatic Council, einer globalen Denkfabrik mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UNO). Für Unternehmen ist sie tätig als Interim Manager für Strategie, Operational Excellence, Turnaround, Supply Chain Management und Digital Transformation. Als Managerin auf Zeit übernimmt sie Positionen als CEO, Managing Director, COO, Delegierte des Verwaltungsrats, Aufsichtsrat und Beirat in der mittelständischen Wirtschaft. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind internationale Operations-Einsätze mit Fokus auf Produktion, Supply Chain und Logistik. Jane Enny van Lambalgen wurde sowohl 2025 als auch 2026 als „Top Interim Manager des Jahres“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen:  www.planetie.ch und 
 www.diplomatic-council.org/vanlambalgen
Presseagentur: euromarcom public relations,
E-Mail:  team@euromarcom.de, Web:  www.euromarcom.de

- - - -