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Stehen wir vor dem 3. Weltkrieg? - Worum es im Irankrieg wirklich geht ...

Stehen wir vor dem 3. Weltkrieg? - Worum es im Irankrieg wirklich geht ...
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Die Gründe, die die USA und ihren Vasall Israel unter ihrem machthungrigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu getrieben haben, einen weiteren militärischen Konflikt mit dem Iran vom Zaun zu brechen, liegen tiefer als in den Medien gesagt wird. Nun ist aus der dieses Mal großangelegten Operation gegen das Mullah-Regime ein richtiger Krieg entstanden, der nicht in wenigen Tagen beendet sein dürfte, ja der sich zu einem Flächenbrand im gesamten Nahen- und Mittleren Osten auszudehnen droht. Die offizielle Kriegserklärung der Amerikaner und Israelis spricht neben der Zerstörung des iranischen Atomprogramms, der Vernichtung seines ballistischen Potentials und weiteren Gründen sogar von einem Regime-Change.

Aber kann man mit der Eliminierung des Ajatollah Ali Chamenei sowie von zahlreichen hochrangigen persischen Militärs und Regierungsbeamten bei einer gemeinsamen Militäroperation, die USA und Israel melden 49 an der Zahl, ein jahrzehntelanges, tief verwurzeltes Regime und System aus der Welt bomben?

Zugegeben, der Iran wurde und scheint bis auf den Tag immer noch von einer shiitischen Obrigkeit regiert zu werden, die mit dem Vokabular der Amerikaner und Israelis als "Schurken" bezeichnet werden, die das sich nach Freiheit und Selbstbestimmung sehnende persische Volk, zumindest seine Mehrheit, brutal unterdrücken. Bei den Protesten der iranischen Bevölkerung im Januar 2025 sollen möglicherweise bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein. Solche Zahlen gehen um in den Medien, und viele der Getöteten wären Christen gewesen. Das Ajatollah-Regime erstrebt eine Theokratie, eine Gottesherrschaft. M.a.W.: Der Koran und seine Auslegungen sollen auch das Alltagsleben der Menschen bestimmen, ja selbst das zivile Recht. Die Diktatur der Geistlichen im Iran wird vor allem gestützt durch ein flächendeckendes und engmaschiges Netzwerk von 'Sicherheitskräften', ideologisch systemtreuen Kräften sowie regionalen Verbündeten, wie etwa die durch den Iran aufgerüstete Hisbollah im Libanon u.a.m.

Dass aus der großangelegten kriegerischen Operation gegen den Iran nun ein noch größerer und nicht mehr kontrollierbarer Flächenbrand entstehen könnte, in den dann leicht weitere Großmächte wie China und Russland, das zur Zeit jedoch kaum die militärischen und finanziellen Mittel aufgrund des aufreibenden Ukrainekriegs aufzubringen vermag, hineingezogen werden könnten, wäre als worst-case-Szenario inzwischen nicht mehr undenkbar. Aber genau dieses Damoklesschwert schwebt nun wie ein Schreckgespenst über der Menschheit, und es trägt den Namen Word War III. Insbesondere China, das nicht nur eigene Großmachtinteressen im süd-ostasiatisch-pazifischen Raum verfolgt, sondern für seine strategischen und ökonomischen Interessen der Iran eine geografisch entscheidende Rolle spielt, werden durch diesen Krieg gegen den Iran bedroht. Und hiermit ist die Rede von der neuen Seidenstraße, die quer durch den Iran führt.

Haben sich die Amerikaner, wie schon so oft in der Geschichte, wieder einmal verschätzt? Die Geschichte und historische Zusammenhänge zu erfassen, war noch nie die Stärke der Amerikaner. Ihre große Schwäche scheint die zu sein, als Ordnungsmacht dieser Welt, die Probleme anderer Völker durch Gewalt, Putsche Bomben und selbst Kriege lösen zu wollen. Ich halte das für naiv, und das funtioniert auch nicht; es hat nämlich noch nie funktioniert! Man führt wie in Korea, Vietnam und anderswo Kriege im Namen des Guten, um für Freiheit und wie oft sogar Demokratie zu kämpfen, aber hinterlasst dann ein grauenhaftes Chaos mit unzähligen Toten, Krüppeln und Traumatisierten, die vor dem Nichts stehen und alles verloren haben.

Hinzu kommt, dass die USA und mit ihr Israel, das inzwischen Großmachtträume hegt, die letzten beiden militärischen Operationen gegen den Iran, also auch die im Sommer 2025, durchgeführt hatte, obwohl mit dem Iran noch verhandelt wurde. Die Verhandlungen waren also nur vorgetäuscht. In Wahrheit hat man simultan die Angriffe auf den Iran geplant und dann mit einer Hinterlist ohnegleichen durchgeführt.

Wer also will den Amerikanern in Zukunft noch trauen? Was ist ihr Wort noch wert? - Der 'globale Süden', all die Schwellenländer, die BRICS ohnehin, haben das längst begriffen. Sie entkoppeln sich immer mehr von Amerika und vom reichen 'Westen'. Und sie tun gut daran, denn die USA sind kein verlässlicher Partner. Aber waren sie es je? - Vielleicht während der Dekaden des Kalten Krieges. Denn damals brauchten sie Europa und insbesondere die Bundeesrepublik Deutschland als Bollwerk gegen den Kommunismus. Sie, die Amerikaner, reden zwar viel über Freiheit und Demokratie, Menschenrechte und Wohlstand für alle Menschen, aber tun sie nicht oft genug das Gegenteil? - Es heißt, Donald Trump würde morgens mit seinen Ministern gemeinsam beten. Aber was sind solche Gebete wert, wenn sie von einer Administration kommen, die in Wirklichkeit eine krasse Hegemonial- und Machtpolitik betreibt? - Und glauben Sie mir, es interessiert die Amerikaner nicht wirklich, zumindest nicht primär, wer im Iran oder in Venezuela regiert. Was sie weitaus mehr interessiert, das sind die Rohstoffe wie Öl, seltene Erden u.a.m. "DIe Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht los!", heit es in Goethes Zauberlehrling, und hoffentlich heißt es nicht hernach: Oh, du so schönes, großes und mächtiges Amerika, was hast du der Menschheit nur angetan!

Es grüßt

Hubert Michelis, ehemaliger Franziskanermönch und Banker, nun freier Schriftsteller

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