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VNW-Direktor Andreas Breitner zu der Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Hamburg im Jahr 2020

79/2021

Im vergangenen Jahr sind dem Statistikamt Nord zufolge in Hamburg 11.269 Wohnungen fertig gestellt worden. Das sind 1.464 Wohnungen bzw. 14,9 Prozent mehr als im Jahr 2019. Von den Wohnungen in neu gebauten Gebäuden entstand der Großteil (9.384 Wohnungen bzw. 87,4 Prozent) im sogenannten Geschosswohnungsbau.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Diese Zahlen bestätigen einmal mehr, dass Hamburg bei der Lösung seiner Wohnungsprobleme auf dem richtigen Weg ist. Die gestiegene Zahl an fertiggestellten Wohnungen ist zugleich ein Ergebnis der vertrauensvollen Zusammenarbeit im Bündnis für das Wohnen zwischen Wohnungswirtschaft und Stadt. Hamburg agiert wohnungspolitisch wirtschaftsnah und das zahlt sich aus. Die Unternehmen haben Wort gehalten.

Die im VNW-Unternehmen organisierten Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften übergaben im vergangenen Jahr für 2.475 Wohnungen die Schlüssel. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2019 um 67 Wohnungen. Allerdings sieht die Vorausschau für dieses Jahr einen Rückgang der Wohnungsfertigstellungen auf rund 1900 vor. Auch die Zahl der Baubeginne wird von rund 2600 in 2020 auf rund 2140 in diesem Jahr sinken.

Diese Entwicklung deckt sich mit Angaben des Statistikamts. Der Behörde zufolge lag im vergangenen Jahr Zahl der Baugenehmigungen bei 10.140. Das ist gegenüber dem Jahr 2019 ein Rückgang um 12,8 Prozent.

Das hat vor allem zwei Gründe: Steigende Baukosten und fehlende Grundstücke Hinzu kommt, dass vor allem Hamburgs Wohnungsbaugenossenschaften sich damit schwertun, dass Baugrundstücke künftig vor allem im Wege des Erbbaurechts vergeben werden sollen. Das wird die Lust am Bau von Wohnungen nicht steigern.

Zu guter Letzt sind Bau und Unterhalt von Wohnraum mit einem beispiellosen Anstieg von Bau- und Grundstückskosten sowie mit wachsenden Ansprüchen an die Wohnqualität konfrontiert. Dem unlängst vorgestellten Baukostengutachten zufolge kostet der Bau einer Wohnung in Hamburg inzwischen rund 4000 Euro pro Quadratmeter. Angesichts dieser Zahlen wird es immer schwerer, bezahlbare Wohnungen zu errichten.

Auch die Herausforderungen des Klimaschutzes verteuern das Wohnen. Das ist vor allem für VNW-Unternehmen, die bezahlbaren Wohnraum anbieten, ein Problem. Derzeit liegt bei ihnen die monatliche Netto-Kaltmiete im Durchschnitt bei 6,95 Euro und damit deutlich unter dem Durchschnitt des Hamburger Mietenspiegels von 8,66 Euro. Die VNW-Unternehmen bieten in Hamburg rund 300.000 Wohnungen zur Miete an. Das ist fast jede zweite Mietwohnung in der Hansestadt.“

2021/05/27

Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 396 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 750.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,04 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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