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EVG Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft

Erneut Bahnstreik in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Erneut Bahnstreik in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

In den Tarifverhandlungen mit der Regio Infra Nord-Ost (RIN) weigert sich der Arbeitgeber weiterhin, ein verbessertes Angebot vorzulegen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ruft daher am Montag, 2. Februar 2026, von 7 Uhr bis 9.30 Uhr zu einem zweiten Warnstreik auf.

Durch den Streik sind erneut Auswirkungen auf den Regionalverkehr der Deutschen Bahn, der ODEG, den Schülerverkehr und den Güterverkehr zu erwarten.

Zitat EVG-Sprecherin:

„RIN-Geschäftsführer Ralf Böhme trägt die volle Verantwortung für weitere Streiks. Statt mit einem verbesserten Angebot die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu ermöglichen, blockiert er weiterhin eine Lösung. Besonders beim Fonds soziale Sicherung, einer Kernforderung der Beschäftigten, stellt er sich quer. Selbst eine von ihm veranlasste Mitarbeiterbefragung, die eine klare Mehrheit für diese Forderung ergeben hat, hat ihn nicht zum Umdenken bewegt. Die Beschäftigten sind entschlossen, ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen fortzusetzen. Bereits der erste Warnstreik Mitte Januar führte trotz hektischer Gegenmaßnahmen des Arbeitgebers zu Zugausfällen. Ralf Böhme muss jetzt handeln und mit einem neuen Angebot den Weg für eine Einigung frei machen.“

Hintergrund zu den Tarifverhandlungen:

Die EVG fordert für die Beschäftigten der RIN unter anderem eine Erhöhung der Einkommen um 5 Prozent und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro. Zudem sollen Schicht- und Bereitschaftszulagen sowie der Nachtarbeitszeitraum moderat angepasst werden. Außerdem soll der arbeitgeberseitig gekündigte Fonds soziale Sicherung, der verschiedene Sozialleistungen für Gewerkschaftsmitglieder bündelt, wieder eingesetzt werden. Nach mehreren Terminen wurden die Verhandlungen seitens der EVG unterbrochen. Der Arbeitgeber kommt den Forderungen kaum entgegen, die Wiedereinsetzung des Fonds wird prinzipiell abgelehnt. Bereits vor Weihnachten hat die EVG die RIN final aufgefordert durch ein konstruktives Angebot, das Wertschätzung gegenüber den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrückt, eine Rückkehr an den Verhandlungstisch zu ermöglichen. Geschäftsführer Ralf Böhme ist dem nicht nachgekommen. Daraufhin hat am 15. Januar ein erster Warnstreik stattgefunden, der trotz kurzfristiger Gegenmaßnahmen des Arbeitgebers (Doppelbesetzung auf Stellwerken) zu Zugausfällen geführt hat.

Pressekontakt

Benjamin Köster

Pressesprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)

Reinhardtstr. 23 // 10117 Berlin

Tel. 0173/406 52 02

Mail: benjamin.koester@evg-online.org

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