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BdSt NRW begrüßt Opern-Aus in Düsseldorf

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Die Stadt Düsseldorf zieht die Reißleine: Der geplante Opernneubau wird nicht umgesetzt. Richtig so, sagt der Bund der Steuerzahler NRW.

Eine mutige Entscheidung, die Respekt verdient

Düsseldorf erkennt finanzielle Realitäten an und setzt Prioritäten

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stefan Keller gab das Opern-Aus am 5. Juni 2026 bekannt. Der Grund sind die extrem hohen Kosten. Der Bund der Steuerzahler NRW begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Aus Sicht des Verbandes ist es ein wichtiges Signal für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld. Warum der Verzicht langfristig im Interesse der Steuerzahler und der Stadt liegt, erfahren Sie hier.

1,8 Milliarden Euro wären kaum vermittelbar gewesen

Die Rede war, dass der Düsseldorfer Opernneubau einem Kostendeckel von einer Milliarde Euro unterliegen solle. Einschließlich Finanzierungskosten hätten die Gesamtausgaben jedoch auf bis zu 1,8 Milliarden Euro steigen können – während die Stadt gleichzeitig noch mehrere Millionen Euro in die Sanierung des alten Operngebäudes hätte stecken müssen, um den Betrieb bis zur Eröffnung der neuen Oper sicherzustellen. Für den Bund der Steuerzahler NRW wäre eine solche Belastung für den städtischen Haushalt nicht vertretbar gewesen. Gerade in Zeiten hoher Baukosten, steigender Zinsen und wachsender Investitionsbedarfe müssen Kommunen Prioritäten setzen.

Die Planungen waren bereits weit fortgeschritten

Auf Nachfrage des BdSt NRW hatte die Stadt Düsseldorf erst vor Kurzem den bisherigen Planungsstand erläutert. Demnach hatte der Rat der Stadt im Jahr 2021 einen Grundsatzbeschluss für einen Opernneubau gefasst. Im Jahr 2024 fiel die Entscheidung für den Standort Am Wehrhahn. Ebenfalls 2024 wurde ein europaweiter Architekten- und Ingenieurwettbewerb beschlossen. Ende 2025 wurden mehrere Siegerentwürfe ausgewählt. Weitere Beschlüsse zur konkreten Planung sollten ursprünglich im Juli 2026 folgen. Einen Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss hatte die Stadt für das Jahr 2028 vorgesehen. Erst auf Grundlage dieser Detailplanung hätten belastbare Aussagen zu Bauzeit, Kostenentwicklung und Realisierung getroffen werden können.

Mut zur Kurskorrektur verdient Anerkennung

Aus Sicht des BdSt NRW verdient die aktuelle Entscheidung Respekt. Es gehört Mut dazu, von weit fortgeschrittenen Planungen Abstand zu nehmen und bereits gefasste politische Beschlüsse noch einmal kritisch zu hinterfragen. Der Verzicht auf den Opernneubau zeigt, dass die Stadt bereit ist, finanzielle Realitäten anzuerkennen und ihre Prioritäten neu zu ordnen. Für Steuerzahler ist das eine gute Nachricht, denn die fetten Zeiten für Düsseldorf sind vorbei. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind rückläufig, und der Haushalt weist ein Defizit im dreistelligen Millionenbereich auf. Was könnte nun mit dem Grundstück Am Wehrhahn geschehen, auf dem die neue Oper gebaut werden sollte? "Die Stadt sollte das Grundstück verkaufen und den Erlös einsetzen, um ihre Schulden zu reduzieren", sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler NRW.

Düsseldorf steht vor vielen wichtigen Investitionen

Die finanziellen Herausforderungen für die Landeshauptstadt bleiben groß. Schulen müssen modernisiert werden. Brücken und andere Teile der kommunalen Infrastruktur benötigen Sanierungen. Gleichzeitig stehen weitere Projekte auf der Agenda, etwa die Weiterentwicklung des Aquazoos. Keine Stadt kann alle wünschenswerten Projekte gleichzeitig finanzieren. Deshalb ist eine sorgfältige Abwägung notwendig, welche Vorhaben für die Bürger den größten Nutzen bringen und langfristig tragfähig sind. Die Entscheidung, auf den Opernneubau zu verzichten, schafft Spielräume für andere notwendige Investitionen.

Düsseldorf, den 8. Juni 2026

Über den Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW):
Der BdSt NRW ist seit 1949 die unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen. Der Landesverband mit Sitz in Düsseldorf setzt sich dafür ein, die Steuer- und Abgabenlast auf ein faires Maß zu senken, Steuergeldverschwendung zu stoppen, Staatsverschuldung abzubauen und Bürokratie zu reduzieren. Finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, engagiert sich der BdSt NRW aktiv für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik im Sinne der Bürger und Unternehmen. Mehr Informationen:  steuerzahler.de/nrw.
Kontakt:
Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.
Pressestelle
Bärbel Hildebrand
Tel. 0211 99175-26, Fax: -50              
E-Mail: hildebrand@steuerzahler-nrw.de
Sie finden die BdSt-Presseinformationen auch auf unserer Internetseite  www.steuerzahler.de/nrw und  www.facebook.com/steuerzahlernrw
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