POL-BN: Bonner Polizei bereitet sich mit eigens eingerichteter Vorbereitungsgruppe auf den Straßenkarneval 2026 vor
Bonn (ots)
Die Bonner Polizei bereitet sich intensiv auf den Straßenkarneval 2026 vor. Eine eigens eingerichtete Vorbereitungsgruppe hat bereits im Dezember 2025 mit den Planungen für die zahlreichen Karnevalsumzüge und -veranstaltungen im Verantwortungsbereich begonnen.
Der Höhepunkt des Straßenkarnevals beginnt spätestens mit dem Rathaussturm am Donnerstag (12.02.2026) anlässlich der Beueler Weiberfastnacht. Am Rosenmontag (16.02.2026) werden wieder mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher zum großen Umzug in Bonn erwartet. Beide Veranstaltungen wird die Bonner Polizei mit einem Großaufgebot begleiten. Die Vorbereitungsgruppe stand und steht dabei in engem Austausch mit den Kommunen sowie den jeweiligen Veranstaltern.
Für die Gefährdungsbeurteilung des Straßenkarnevals 2026 in Bonn und der Region befand sich die Bonner Polizei in den vergangenen Wochen und Monaten in stetigem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder. Auch weiterhin liegen keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Karnevalsfeierlichkeiten vor.
"Wir haben uns wieder intensiv und gewissenhaft auf die zahlreichen Umzüge und Veranstaltungen in unserem Zuständigkeitsbereich vorbereitet und werden für größtmögliche Sicherheit sorgen. Unsere Kolleginnen und Kollegen werden deutlich sichtbar und jederzeit ansprechbar präsent sein und konsequent gegen Straftäterinnen und Straftäter sowie gegen Störer vorgehen", sagt Polizeipräsident Frank Hoever.
Bei verdächtigen Wahrnehmungen bittet die Bonner Polizei darum, Einsatzkräfte entlang der Zugwege anzusprechen oder entsprechende Hinweise niederschwellig über den Notruf 110 zu melden.
Absolutes Messertrageverbot
Vor dem Hintergrund steigender Zahlen der Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum mit dem Tatmittel Messer wird die Polizei bei den Karnevalsveranstaltungen auch in diesem Jahr erneut Personen- und Taschenkontrollen durchführen. Mit der Änderung des Waffengesetzes im Oktober 2024 ist das Mitführen von Messern aller Art bei öffentlichen Veranstaltungen verboten. Diese Regelung umfasst alle öffentlichen Karnevalsveranstaltungen sowie sämtliche Karnevalsumzüge. Es gilt daher hier ein absolutes Messertrageverbot.
Bereichsbetretungsverbote
Im Vorfeld der Karnevalsfeierlichkeiten hat die Bonner Polizei - wie bereits in den vergangenen Jahren - Bereichsbetretungsverbote gegen Personen ausgesprochen, die in der Vergangenheit im Bereich der Gewaltkriminalität aufgefallen sind. In den vergangenen Wochen wurden insgesamt 22 Personen entsprechend angeschrieben und über die Maßnahmen informiert. Sie sind von Karnevalsumzügen und -veranstaltungen ausgeschlossen und dürfen bestimmte Bereiche nicht betreten. Bei einem Verstoß gegen die Anordnung wird ein Zwangsgeld fällig.
Verstärkte Kontrollen zum Jugendschutz
Während der Karnevalszeit führt der kommunale Ordnungsdienst verstärkte Jugendschutzkontrollen durch, die anlassbezogen von der Polizei unterstützt werden. Kinder und Jugendliche, die mit Alkohol oder Tabakwaren angetroffen werden, werden aufgefordert, die Flaschen auszuleeren beziehungsweise die Packungen abzugeben. Nähere Informationen hierzu sind der gemeinsamen Pressemitteilung mit der Stadt Bonn zu entnehmen: https://www.bonn.de/pressemitteilungen/februar-2026/sicherer-strassenkarneval-fuer-jugendliche.php
"Nein heißt Nein!" - ausgelassen und unbelästigt Karneval feiern
Bei aller Feierstimmung gehört es zu den Schattenseiten des Karnevals, dass Menschen bei Veranstaltungen, Feiern oder im Gedränge Grenzüberschreitungen und sexuelle Belästigungen bis hin zu Übergriffen erleben. Mit der 2018 gestarteten Kampagne unter dem Motto "Nein heißt Nein!" senden die Stadt Bonn, die Bonner Polizei und die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt eine klare Botschaft: Null Toleranz gegenüber Belästigung und Übergriffen im Karneval.
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