Bundespolizeiinspektion Hamburg
BPOL-HH: Lebensgefährlicher Gleissturz - Person stürzt in Gleisbereich und fällt auf Stromschiene
Hamburg (ots)
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll am 27.02.2026 gegen 10:00 Uhr ein Mann (Alter: 20 Jahre) ohne Fremdeinwirkung in den Gleisbereich im S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal gestürzt und auf die Abdeckung der Stromschiene gefallen sein.
Zum Begehungszeitpunkt fand auf den Gleisen im S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal Regelbetrieb statt, sodass folglich jederzeit ein Zug auf dem betroffenen Gleis hätte verkehren können.
Diese Handlung wurde von einer unbekannt gebliebenen Frau beobachtet. Sie alarmierte umgehend die Rettungskette über den Notruf. Durch die Bundespolizei wurden eine Streckensperrung für den S-Bahn-Haltepunkt sowie eine Stromabschaltung der Stromschiene angeordnet. Die Melderin half anschließend dem deutschen Staatsangehörigen beim Herausklettern aus dem Gleisbereich. Um 10:01 Uhr befand sich der Mann bereits wieder auf dem Bahnsteig.
Beim Eintreffen der Bundespolizei am Einsatzort konnte die meldende Frau nicht mehr angetroffen werden. Der 20-Jährige gab gegenüber der eingetroffenen Rettungswagenbesatzung an, keine Verletzungen erlitten zu haben und keine medizinische Versorgung zu benötigen.
In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich erkannte der Mann die Gefahren im Gleisbereich. Er gab an keine Suizidabsichten zu haben. Er sei unachtsam gewesen und versehentlich ins Gleis gestürzt.
Eine umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den oben beschriebenen Ablauf. Der Mann ist über den Bahnsteig gegangen und hat ohne Fremdeinwirkung einen Schritt "ins Leere" getätigt, sodass er in den Gleisbereich fiel.
Der Mann wurde nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen mit einem Platzverweis für den S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal entlassen. Er war unverletzt, orientiert und gehfähig.
Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen:
"Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer. In diesem Fall hat sich der Mann auch direkt an den Stromschienen aufgehalten. Diese führen 1.200 V Gleichstrom. Eine Berührung ist lebensgefährlich."
WL
Rückfragen bitte an:
Pressesprecher
Woldemar Lieder
Telefon: 0173-678 34 61
E-Mail: pressestelle.hamburg@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
https://x.com/bpol_nord
Bundespolizeiinspektion Hamburg
Wilsonstraße 49 - 53b
22045 Hamburg
Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Hamburg, übermittelt durch news aktuell