POL-HH: 260608-3. "Mobil. Aber sicher!" - Bilanz der Kontrollen im Mai und Ausblick auf den Juni
Hamburg (ots)
Zeiten: Mai 2026; Orte: Hamburger Stadtgebiet
Im Rahmen der Konzeption "Mobil. Aber sicher!" überprüften Hamburger Einsatzkräfte fokussiert Verkehrsteilnehmende und Fahrzeuge hinsichtlich technischer Mängel und ruhender Verkehr.
Bei den stationären und mobilen Verkehrskontrollen im vergangenen Monat überprüften über 1.430 Bedienstete der Polizei Hamburg insgesamt 3.892 Fahrzeuge und 3.183 Personen.
Im Einzelnen leiteten die Polizistinnen und Polizisten unter anderem folgende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein:
Kraftfahrzeugführende:
Straftaten
- 23 x Fahren ohne Fahrerlaubnis - 14 x Fahren unter dem Einfluss von Alkohol - 7 x Fahren unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln - 78 x sonstige Straftaten
Ordnungswidrigkeiten
- 8.034 x Verstöße im ruhenden Verkehr - 138 x Verstöße aufgrund technischer Mängel - 328 x verbotswidrige Handynutzung - 200 x Missachtung roter Ampeln - 24 x Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel - 257 x Geschwindigkeitsverstöße - 151 x verbotswidriges Wenden/Abbiegen - 54 x Missachtung der Anschnallpflicht - 18 x Fahren auf Gehwegen - 15 x Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert - 836 x sonstige Ordnungswidrigkeiten
E-Scooter-Nutzende:
Straftaten
- 6 x Fahren unter dem Einfluss von Alkohol - 1 x Fahren unter dem Einfluss von Drogen - 16 x sonstige Straftaten
Ordnungswidrigkeiten
- 91 x zu zweit auf einem E-Scooter - 6 x Missachtung roter Ampeln - 43 x Fahren auf Gehwegen - 5 x verbotswidrige Handynutzung - 2 x Fahren unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln - 17 x Benutzung der falschen Radwegseite - 83 x Verstöße im ruhenden Verkehr - 10 x sonstige Ordnungswidrigkeiten
Fahrradfahrende:
Ordnungswidrigkeiten
- 201 x Missachtung roter Ampeln
- 82 x verbotswidrige Handynutzung
- 54 x Benutzung der falschen Radwegseite ("Geisterradler")
- 67 x Fahren auf Gehwegen
- 3 x verbotswidriges Wenden/Abbiegen
- 34 x sonstige OrdnungswidrigkeitenZu Fuß Gehende:
Ordnungswidrigkeiten
- 12 x Missachtung roter Ampeln
Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte insgesamt 215 Mängelmeldungen - zum Beispiel wegen nicht mitgeführter Papiere oder technischer Mängel - aus und ordneten insgesamt 70 Blutprobenentnahmen an.
Außerdem führten die Beamtinnen und Beamten, insbesondere der Präventionsabteilung der Verkehrsdirektion (VD 6), im Rahmen von "Hamburg gibt 8!" über 300 präventive Bürgergespräche zu dem genannten Schwerpunkt.
Die Polizei Hamburg wird auch weiterhin Verkehrskontrollen im Rahmen der Konzeption "Mobil. Aber sicher!" durchführen.
Im Juni liegt der Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrskontrollen auf den Bereichen Fahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen und die Missachtung roter Ampeln.
Alkohol, Drogen und andere berauschende Mittel beeinträchtigen nachweislich die kognitiven und motorischen Fähigkeiten, ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum sicher zu führen. Neben der Minderung, Verkehrssituationen zum Beispiel hinsichtlich Geschwindigkeit und Entfernung adäquat einzuschätzen, ist auch die Reaktionsfähigkeit signifikant herabgesetzt. Im Jahr 2025 ist die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss in Hamburg um 2,4 Prozent auf 764 gesunken. Hierbei wurden 410 Personen verletzt, drei Menschen kamen ums Leben. Besonders betroffen sind E-Scooter-Fahrende (+19,2 %), Radfahrende (+21,4 %) und Lkw-Fahrende (+23,1 %), während die Zahlen bei Pkw-Fahrenden (-14,7 %) und Fußgängerinnen und Fußgängern (-36,4 %) rückläufig sind. Die Zahl der Unfälle unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel blieb mit 250 nahezu konstant, die Zahl der Verletzten sank um 13,6 Prozent. In 62 Prozent dieser Fälle wurde eine THC-Beeinflussung festgestellt. Besonders auffällig ist der Anstieg der Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen unter Drogeneinfluss um 19,3 Prozent auf 130 Fälle gewesen.
Die Missachtung des Rotlichts ist weiterhin eine der Hauptunfallursachen für Verkehrsunfälle mit verunglückten Personen, bei denen insbesondere die Gruppe der ungeschützten Verkehrsteilnehmenden zum Teil schwerste Verletzungen erleiden. Allerdings missachten Radfahrende, zu Fuß Gehende und die eKF-Nutzenden nicht selten selbst rote Ampeln. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 22.720 Rotlichtverstöße erfasst, davon wurden 2.609 durch die ungeschützten Verkehrsteilnehmenden verursacht. Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang 522 Verkehrsunfälle erfasst, wovon 414 Unfälle durch Kraftfahrzeugführende verursacht wurden.
Mx.
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