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POL-FL: Flensburg: Polizei Flensburg warnt vor Erpressermails

Flensburg (ots) - In den vergangenen Tagen sind beim Kommissariat 9 (Cybercrime) der Kriminalpolizei Flensburg vermehrt Anzeigen von Bürgern erstattet worden, die E-Mails mit erpresserischem Inhalt erhalten haben.

Den Geschädigten wird vorgehalten, dass sie pornografische Internetseiten besucht und dabei kompromittierende Handlungen vorgenommen hätten. Diese seien von der Kamera des Computers/ Laptops gefilmt worden. Die Kontrolle über Kamera und Mikrofon hätten die Täter durch einen Trojaner erlangt, der auf dem Computer installiert worden sei. Teilweise untermauern die Täter ihre vermeintlichen Informationen, indem sie den Geschädigten Passwörter zukommen lassen, die sie zuvor zum Beispiel aus Datenlecks, so genannten "leaks", erlangt haben.

Die Täter setzen ihre Opfer anschließend unter Druck. Eine Veröffentlichung der Videos könne gegen die Zahlung eines Geldbetrages verhindert werden. Der Transfer des Geldes soll dann, in den meisten Fällen, in der Kryptowährung "Bitcoin" erfolgen.

Die Ermittlungen werden in so einem Fall deutlich erschwert, da die Hintermänner meist im Ausland sitzen und professionell und konspirativ agieren. Dennoch werden Geschädigte gebeten, sich an ihre örtliche Polizeidienststelle zu wenden, um Anzeige zu erstatten.

Grundsätzlich rät die Polizei, entsprechende E-Mails zu ignorieren und auf keinen Fall auf die Forderungen einzugehen. Weiter weist die Polizei darauf hin, Passwörter regelmäßig zu ändern und nicht das gleiche Passwort für verschieden Zugänge zu verwenden.

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