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Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (411) Mann gab sich als Polizeibeamter aus - Festnahme

Weißenburg-Gunzenhausen (ots)

Am Freitagabend (01.05.2026) gab sich ein Mann in Pleinfeld (Lkrs. Weißenburg-Gunzenhausen) als Polizeibeamter aus und wollte durch die perfide Betrugsmasche Wertgegenstände ergaunern. Im Verlauf der Ermittlungen gelang es einen Tatverdächtigen im Bereich Gunzenhausen festzunehmen.

Der zunächst Unbekannte nahm telefonisch Kontakt zu einem Anwohner Pleinfelds auf, gab sich als Polizeibeamter aus und erklärte, dass der Anwohner unbedingt alls seine Wertgegenstände in Sicherheit bringen müsse. Da das Anwesen des Mannes angeblich auf der Liste von Einbrechern stehen würde, welche die Polizei sicherstellen konnte, sei dringende Eile geboten, sodass umgehend ein Kriminalbeamter bei dem Anwohner erscheinen würde.

Kurze Zeit später klingelte ein Mann bei dem Anwohner und nahm mehrere Wertgegenstände in Empfang. Da dem Anwohner dies jedoch seltsam vorkam, versuchte er die Gegenstände wieder an sich zu nehmen, woraufhin der angebliche Polizeibeamte flüchtete.

Da die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken umgehend nach der Tat über Notruf Kenntnis des Geschehens erlangte, konnten umfassende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet werden. In diesem Zusammenhang war auch ein Polizeihubschrauber und das Unterstützungskommando (USK) der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken im Einsatz.

Die im Rahmen der durchgeführten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen erlangten Erkenntnisse, führten letztendlich zur Festnahme eines 21-jährigen Tatverdächtigen im Stadtgebiet Gunzenhausen.

Der Mann wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ansbach dem Ermittlungsrichter wegen des Verdachts eines Raubdelikts zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen des Tatgeschehens werden durch das zuständige Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei geführt.

Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor dieser perfiden Betrugsmasche und bittet darum, ältere Angehörige oder Nachbarn über folgende Warnhinweise aufzuklären:

   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern 
     legen Sie sofort auf.
   - Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder über 
     Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen.
   - Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld 
     oder Wertgegenständen fordern.
   - Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten.
   - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Wenn Sie der Anrufer auffordert, die 110 zu wählen, um die 
     Richtigkeit des Anrufers zu verifizieren, dann beenden Sie das 
     Gespräch, legen den Hörer auf und rufen dann eigenständig bei 
     der Polizei an.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
   - Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres 
     Telefonanbieters zum Sperren unliebsamer Anrufe (z.B. 
     Verhinderung von Telefonaten aus dem Ausland).
   - Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen 
     stehen soll (z.B. dem Telefonbuch), dann lassen Sie die Nummer 
     dort löschen.
   - Sprechen Sie mit älteren Menschen in ihrem Bekanntenkreis / 
     Nachbarschaft über dieses Phänomen.

Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

Erstellt durch: Michael Petzold

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Präsidialbüro - Pressestelle
Richard-Wagner-Platz 1
D-90443 Nürnberg
E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de

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Montag bis Donnerstag
07:00 bis 16:00 Uhr
Freitag
07:00 bis 15:00 Uhr
Sonntag
11:00 bis 14:00 Uhr

Telefon: +49 (0)911 2112 1030

Außerhalb der Bürozeiten:

Telefon: +49 (0)911 2112 1553

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet:
http://ots.de/P4TQ8h

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