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Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen

POL-LG: ++ Sicher fühlen im öffentlichen Raum - Stark unterwegs ++ Kampagne "AnsichtsSache" der Polizeilichen Kriminalprävention ++ Die Polizei startet Kampagne in der Region Lüneburg, Lüchow-Dannenberg ...

POL-LG: ++ Sicher fühlen im öffentlichen Raum - Stark unterwegs ++ Kampagne "AnsichtsSache" der Polizeilichen Kriminalprävention ++ Die Polizei startet Kampagne in der Region Lüneburg, Lüchow-Dannenberg ...
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Lüneburg (ots)

++ Sicher fühlen im öffentlichen Raum - Stark unterwegs ++ Kampagne "AnsichtsSache" der Polizeilichen Kriminalprävention ++ Die Polizei startet Kampagne in der Region Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen ++

Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen

"Unsicherheit, Angst, Selbstzweifel oder Frust: Beeinflusst auch durch einen starken oft unreflektierten Social-Media-Konsum und Halbwahrheiten haben viele Menschen auch in unserer Region das Gefühl, nicht sicher zu sein - ohne genau zu wissen warum. Hier wollen wir noch besser werden und durch polizeiliche Sichtbarkeit und Präsenz sowie Interventionsfähigkeit den Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Gefühl geben", so die Leiterin der Polizeiinspektion, die Leitende Polizeidirektorin Stefanie Lerche.

Öffentliche Plätze, Straßen, Parks sowie der öffentliche Personenverkehr sind Orte, an denen sich Menschen täglich zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten begegnen. Insbesondere mit Eintritt der Dunkelheit nimmt jedoch das Sicherheitsgefühl vieler Menschen ab - auch an (objektiv) sicheren Orten. Das Sicherheitsgefühl kann durch bauliche/ räumliche Gegebenheiten, die An- und Abwesenheit bestimmter Personen und auch die individuelle Sensibilität beeinflusst werden.

Jedoch kann jede Person auch mit dem eigenen Verhalten dazu beitragen, dass sich andere etwas sicherer fühlen. Was für die einen alltäglich und harmlos erscheint, kann andere Menschen verunsichern. Rücksicht und kleine Verhaltensänderungen können dabei das Sicherheitsgefühl der Mitmenschen im Alltag stärken.

Parallel gibt das Präventionsteam der Polizei (mit "stark unterwegs") kurze Hinweise, mit denen ein jeder Möglichkeiten für sich ausloten kann, sich stärker und sicherer zu fühlen, um unbeschwert am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Wie bereits im Rahmen der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik im Monat März angekündigt, startet die Polizeiinspektion nun in allen drei Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen die Kampagne "Ansichtssache" - Sicher fühlen im öffentlichen Raum.

Die verschiedenen Motiv-Plakate der Kampagne "AnsichtsSache" der Polizeilichen Kriminalprävention werden aktuell flächendeckende im öffentlichen Raum und Gebäuden sowie in Geschäften, Vereinen und im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) verteilt und installiert.

"Nur gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren und unseren Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern unter Einbeziehung der Menschen in unseren drei Landkreisen können wir eine sichere und lebenswerte Region in Nord-Ost-Niedersachsen gestalten", so die Leitungen der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-D./Uelzen und der Polizeikommissariate Lüchow und Uelzen, Ltd. PD'in Stefanie Lerche, PR Nils Aschoff und POR Sebastian Pölking.

Hintergrund der Kampagne "AnsichtsSache"

Sicherheitsgefühl steigern

Was ist, wenn das Unsicherheitsgefühl nicht nur durch äußere Umstände, sondern auch durch unbewusstes Verhalten entsteht? Genau das beleuchtet die Kampagne "AnsichtsSache" - aus verschiedenen Perspektiven: Was für die einen alltäglich und harmlos erscheint, kann andere verunsichern. Rücksicht und kleine Verhaltensänderungen können das Sicherheitsgefühl Ihrer Mitmenschen im Alltag stärken. Erfahren Sie, wie Sie durch bewusstes Verhalten Sicherheit vermitteln können.

Rücksichtsvoll unterwegs

Alltagssituationen im öffentlichen Raum können unterschiedlich wahrgenommen werden. Was für dich selbstverständlich und in Ordnung ist, kann andere verunsichern oder ihnen sogar Angst machen. Jeder Mensch kann mit seinem Verhalten dazu beitragen, dass sich alle sicher fühlen. Du joggst gerne und läufst gerade deine bekannte Route. Eine Frau läuft nur wenige Meter vor dir. Es dämmert bereits und nur wenige Menschen sind unterwegs. Es ist gut möglich, dass die Frau vor dir von den gleichmäßigen Schritten, die sie hinter sich hört, beunruhigt ist. Wenn du das vermeiden möchtest, hast du mehrere Möglichkeiten: - Wechsle die Straßenseite. Auch wenn es nicht der "logische" Weg ist, lässt du der anderen Person damit etwas mehr Freiraum. - Versuche Abstand zu halten. Lass dich zurückfallen oder kündige mit Worten an, dass du ein bisschen schnell bist und jetzt überholen wirst. - Die Person vor dir biegt in deinen üblichen Weg ab. Ändere deine Route leicht ab. Laufe noch ein Stück weiter, vielleicht entdeckst du ja eine neue Route für dich.

Du hattest einen schönen Abend in der Kneipe und bist angetrunken. Du hast keine bösen Absichten und stellst dich irgendwo in die Bahn, aber dein Umfeld könnte das verunsichern. Hier ein paar Tipps, wie du in so einer Situation Rücksicht nehmen kannst:

   -	Entscheide dich bewusst für einen Platz, der anderen Menschen 
Raum lässt. Vielleicht ist noch eine Bank frei, wo du niemanden 
störst. -	Freundlichkeit kann eine angespannte Situation entschärfen.
Wenn du keinen freien Platz findest und dich zu jemandem setzen 
möchtest, frage einfach kurz nach, ob das in Ordnung ist. -	Ein 
Rempler ist in einer vollen Bahn manchmal unausweichlich. 
Entschuldige dich kurz und versuche Abstand zu halten. -	"Starre" 
niemanden an, denn das kann auf andere einschüchternd oder bedrohlich
wirken.

Egal, ob in der Schlange am Geldautomaten, im Supermarkt oder am Kiosk: Du bist in dein Handy vertieft, scrollst vielleicht durch Nachrichten und achtest nicht darauf, was um dich herum geschieht. Hier ein paar Tipps, worauf du achtgeben kannst:

   -	Halte lieber etwas mehr als zu wenig Abstand. Schau ab und zu 
auf, lass deinem Umfeld Freiraum. -	Eine kurze Entschuldigung oder 
ein nettes Lächeln kann Anspannungen entgegenwirken. -	Besonders am 
Geldautomaten oder an der Kasse beim Bezahlen ist es höflich, sich 
etwas abzuwenden.

Du hängst mit deinen Freunden ab. So eine Gruppe kann aber Einzelne verunsichern. Mit den folgenden Tipps nehmt ihr Rücksicht auf andere:

   -	Bildet kein Spalier, wenn andere an euch vorbeigehen wollen. -	
Macht aus der Gruppe heraus keinen Spaß über andere. Behaltet 
Kommentare oder Meinungen für euch, wenn davon andere betroffen sein 
könnten. -	Verhält sich jemand von euch daneben, ist aufdringlich 
oder belästigend? Dann solltet ihr einschreiten. Benötigt ihr 
Unterstützung - dann ruft die Polizei unter 110

Ihr wart ausgelassen feiern oder auf einer Veranstaltung, habt getrunken und seid gut drauf. Damit stört ihr doch keinen, oder? Doch andere kann euer Verhalten verunsichern oder sogar Angst machen. Tipps für mehr Rücksichtnahme: - Seid freundlich, mit einem Lächeln könnt ihr eine angespannte Situation entschärfen. - Ein Rempler ist in einer vollen Bahn manchmal unausweichlich. Entschuldigt euch kurz und versucht Abstand zu halten. - Vielleicht wollt ihr nur einen Spaß machen, aber eure ausgelassene Stimmung teilen nicht alle. Behaltet Kommentare oder Meinungen für euch. - Achtet auf eure Gruppe. Verhält sich jemand daneben, ist aufdringlich oder belästigend? Dann solltet ihr einschreiten. Benötigt ihr Unterstützung - dann ruft die Polizei unter 110

Du gehst mit deinem Hund spazieren und hast ihn von der Leine gelassen. Dein Hund geht bei Fuß und du weißt, dass er auf dich hört. Alles in Ordnung, oder? Eine solche Situation kann aber andere Menschen verunsichern, wenn sie dich und deinen Hund nicht kennen. Hier ein paar Hinweise, was du tun kannst:

   -	Zeige, dass dein Hund eng bei dir bleibt. Die andere Person 
kennt deinen Hund nicht. Leine ihn also lieber kurz an oder halte ihn
fest. -	Gib anderen genügend Freiraum, um an dir und deinem Hund 
vorbeizugehen. -	Sprich offen an, dass du dein Gegenüber zur Kenntnis
genommen hast und beim Vorbeigehen unterstützt.

Vielleicht kennst du das auch: Du fährst nach einem Arbeitstag mit der Bahn oder dem Bus nach Hause. Es ist bereits dunkel. Du steigst aus, jemand anderes scheint einen ähnlichen Heimweg zu haben wie du. Auf diesen Menschen wirkt es vielleicht, als würdest du ihn verfolgen. Das kann aus verschiedenen Gründen verunsichern. Hier ein paar Tipps:

   -	Wechsle die Straßenseite. Auch wenn es nicht der "logische" Weg 
ist, lässt du der anderen Person damit etwas mehr Freiraum. -	Lass 
dich zurückfallen. Bleib einfach kurz stehen, um den Abstand zwischen
euch zu vergrößern.

Stark unterwegs

Aber auch ein Empowerment kann dabei helfen, dass Personen sich unterwegs stärker fühlen und Situationen als weniger bedrohlich erleben.

Deshalb hier ein paar kurze Hinweise des Lüneburger Präventionsteams, mit denen ein jeder Möglichkeiten für sich ausloten kann, sich stärker und sicherer zu fühlen, um unbeschwert am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Viele Menschen haben das Gefühl, draußen nicht sicher zu sein. Insbesondere nachts fürchten sie sich, rauszugehen - ohne genau zu wissen warum. Und oft siegt die Angst: Du beschließt, lieber den belebteren Umweg zu gehen und nicht den kürzesten Weg. Du wählst Schuhe, in denen du notfalls auch schneller gehen kannst. Du entscheidest dich für Jeans, anstatt einen tollen Rock anzuziehen. Du entscheidest dich für ein Taxi, anstatt den Bus zu nehmen. Oder du entscheidest sogar, lieber zu Hause zu bleiben.

Du hast jedoch Möglichkeiten, dich stärker und sicherer zu fühlen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. So wie du es möchtest. Die nachfolgenden Tipps können dich dabei unterstützen.

Gemeinsam seid ihr stärker

   -	Wenn du ausgehst oder nachts von einer Veranstaltung nach Hause 
gehen möchtest, verabrede dich schon im Vorfeld mit Freunden oder 
Freundinnen, dass ihr möglichst große Teile der Wegstrecke gemeinsam 
zurücklegt. -	Mache dich mit der Notruftaste deines Handys vertraut, 
so dass du in einer Notsituation sofort einen Notruf absetzen kannst

Hole dir Hilfe von anderen

   -	Sprich Personen an, die ebenfalls draußen unterwegs sind, wenn 
du dich unsicher fühlst. Frage sie, ob du dich für eine Weile zu 
ihnen gesellen kannst, bis die unangenehme Situation vorbei ist oder 
die Personen, die dich beunruhigt haben, nicht mehr vor Ort sind. -	 
Mitarbeitende von Sicherheitsdiensten und Polizeikräfte vor Ort etc. 
kannst und sollst du ansprechen, wenn du ein ungutes Gefühl hast. -	 
Rufe im Notfall die Polizei unter 110. -	Um einer unangenehmen 
Situation zu entkommen, kannst du dich auch in öffentliche Bereiche 
begeben (z.B. Lokal, Kiosk oder Laden) und dort warten, bis du dich 
wieder sicherer fühlst. -	Sei auch du aufmerksam, wenn andere 
Menschen sich unsicher fühlen könnten und biete ihnen Unterstützung 
an. -	Sprich mit deinem Umfeld über deine Erfahrungen im öffentlichen
Raum. Das kann Menschen dabei helfen zu verstehen, wie 
unterschiedlich Situationen wahrgenommen werden und was bei anderen 
Unsicherheit auslösen kann.

Selbstbewusstsein vermittelt Stärke

   -	Der öffentliche Raum ist für alle da, auch für dich. Nutze ihn 
selbstbestimmt. Eine aufrechte Körperhaltung vermittelt 
Selbstbewusstsein. Das fällt vielen Menschen - insbesondere Frauen- 
schwer. -	Um dieses Selbstvertrauen im öffentlichen Raum zu erlernen 
oder zu verfestigen, könntest du einen Selbstbehauptungskurs 
besuchen. WenDo Kurse (Selbstbehauptung für Frauen und Mädchen) sind 
sehr zu empfehlen. Es geht darum, die individuellen Fähigkeiten zu 
stärken.

Bereite dich vor

   -	Lade dein Telefon auf und habe es griffbereit bei dir. -	Wenn du
nicht ortskundig bist, schaue dir deinen Weg über einen Kartendienst 
an. Anhand der Aufnahmen kannst du oft schon beurteilen, welcher Weg 
belebt und sich damit möglicherweise sicherer anfühlt. -	Informiere 
dich vorab über öffentliche Verkehrsmittel oder andere 
Mobilitätsangebote (z.B. Taxi und Fahrdienste, Leihräder, E-Scooter),
damit du unterwegs nicht lange suchen musst.

Sicherheit wächst mit guten Erfahrungen

   -	Dinge oder Situationen, die uns vertraut sind, beunruhigen uns 
in der Regel weniger. Je mehr du dich im öffentlichen Raum bewegst, 
desto sicherer wirst du dich fühlen. Du darfst dir selbst zutrauen, 
mutig unterwegs zu sein, wenn du es nicht als Mutprobe betrachtest! -
Sammle positive Erfahrungen im öffentlichen Raum, indem du den Raum 
mitgestaltest und einnimmst. Schränke dich bei der Nutzung des 
öffentlichen Raums nicht ein. Nutze die hier aufgeführten Maßnahmen, 
um dich sicherer zu fühlen.

Es gibt Situationen, in denen die eigene Unsicherheit draußen und im Dunkeln mehr ist als ein Gefühl. Nämlich dann, wenn du bedrängt, belästigt oder verfolgt wirst. Ruf die Polizei unter 110.

Ergänzende Veranstaltungen "Wie Frauen sich schützen" und WenDo

Auch in den nächsten Monaten bietet das Präventionsteam der Polizeiinspektion in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen Termine im Rahmen der Vortagsreihe "Wie schützen sich Frauen?" an.

Viele Frauen denken, dass sie in Gewaltsituationen, z.B. bei verbalen und körperlichen Übergriffen, anzüglichen Bemerkungen oder Herabwürdigungen und ähnlichen Situationen keine Chance zur Gegenwehr haben. Dabei zeigen Untersuchungen das Gegenteil auf: Frauen, die sich wehren, sind häufig sehr erfolgreich! Frauen die bereit sind, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, werden in dem Vortag über drohende Gefahren, Tätervorgehensweisen und unterschiedliche Möglichkeiten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung aufgeklärt.

Die nächsten Vorträge "Wie schützen sich Frauen" finden in Lüneburg am 08.05. - vormittags - und am 12.05.26 - am Abend - statt. Weitere Informationen dazu sowie die Möglichkeit der Anmeldung werden zeitnah bekanntgegeben.

Ergänzend wird es in Zusammenarbeit und Kooperation mit dem Präventionsteam der Polizeiinspektion Lüneburg auch die Möglichkeit der Teilnahme an einem zweitägigen Grundkurs WenDo - "Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen" geben.

Bilder: Die Leitungen der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-D./Uelzen und der Polizeikommissariate Lüchow und Uelzen, (v.l.n.r.)

PD Holger Burmeister (Leiter Zentraler Kriminaldienst), Ltd. PD'in Stefanie Lerche (Leiterin PI), PR Nils Aschoff (Leiter PK Lüchow), PD Oliver Suckow (Leiter Einsatz) und POR Sebastian Pölking (Leiter PK Uelzen).

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen
Pressestelle
Kai Richter
Telefon: 04131 - 607 2104 o. Mobil 01520 9348855
E-Mail: pressestelle@pi-lg.polizei.niedersachsen.de
https://www.pd-lg.polizei-nds.de/dienststellen/polizeiinspektion_luen
eburg_luechow_dannenberg_uelzen/pressestelle/pressestelle-der-polizei
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