POL-SZ: Pressemitteilung der Polizeiinspektion SZ/PE/WF vom 15.04.2026.
Salzgitter (ots)
Seniorin wurde Opfer eines Schockanrufes.
Salzgitter, Bad, 14.04.2026 von 16:00 Uhr bis 18:30 Uhr.
Bisherige Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass eine hoch betagte Seniorin einen Telefonanruf von einem angeblichen Polizeibeamten erhalten hatte. In diesem Telefonat wurde der Frau mitgeteilt, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt und hierbei eine Person zu Tode gekommen sei. Die Geschädigte wurde zudem massiv von einer am Telefon weinenden Frau beeinflusst. Von der Angerufenen wurde in diesem Gespräch eine hohen Bargeldsumme als Kaution gefordert. Die gutgläubige Seniorin hatte daraufhin dem angeblichen Polizeibeamten an der Haustür einen Beutel mit Schmuck übergeben. Die Polizei ermittelt derzeit die Schadenshöhe.
Wir geben ihnen wertvolle Präventionstipps bei Schockanrufen:
Die Polizei weist darauf hin, dass es oft zu sogenannte Schockanrufe kommt. Immer wieder geben sich die Anrufenden als Beschäftige der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder als andere Amtspersonen aus und behaupten, ein naher Verwandter sei in einen Unfall verwickelt. Hierbei soll eine Person erheblich verletzt oder gar getötet worden sein. Es wird in diesem Gespräch Bargeld oder Schmuck als Kaution verlangt.
Die Polizei gibt folgende Verhaltenstipps:
Übergeben Sie an ihrer Haustür oder auch sonst niemals Geld oder Wertsachen an Personen, die sie nicht kennen. Staatliche Institutionen stellen niemals solche Forderungen auf oder übersenden Boten zum Abholen.
Bleiben Sie ruhig, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und lassen sich nicht zu einem überstürzten Handeln veranlassen.
Beenden Sie das Gespräch und rufen immer sofort Personen ihres Vertrauens oder die Polizei an. Lassen sie sich niemals Telefonnummern von Anrufern geben, sondern recherchieren sie immer selbst.
Die "echte" Polizei wird sie immer nach wichtigen Details der Anrufenden fragen. Auch können zum Beispiel die angezeigte Telefonnummer und der Zeitpunkt des Anrufes wichtig sein. Machen sie sich zum Inhalt des Gesprächs Notizen, wie z. B. Akzent oder Hintergrundgeräusche. Geben sie niemals persönliche Details heraus oder machen auch niemals Angaben zu ihren Vermögensverhältnissen.
Informieren Sie immer sofort die Polizei, wenn Sie einen solchen Anruf erhalten haben. Auch helfen wir ihnen weiter, wenn sie unsicher sind. Nutzen sie dazu die Notrufnummer 110. Wir können sie nur bitten, in jedem Fall eine Anzeige zu erstatten.
Rückfragen bitte an:
Polizei Salzgitter
Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit
Matthias Pintak
Telefon: 05341/1897-104
E-Mail: pressestelle@pi-sz.polizei.niedersachsen.de
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