POL-IZ: 260105.1 Brunsbüttel: Gewässerverunreinigung im Binnenhafen von Brunsbüttel
Brunsbüttel (ots)
Am vergangenen Wochenende ist es in Brunsbüttel zu einer Gewässerverunreinigung durch einen unbekannten Verursacher gekommen. Während der Bekämpfungsmaßnahmen war der Nord-Ostsee-Kanal für drei Stunden gesperrt. Die Ermittlungen in dieser Sache hat die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel übernommen.
Am Samstag, 10.30 Uhr, meldete der Fährführer der Kanalfähre eine Gewässerverunreinigung im Binnenhafen. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich ein großer Ölfilm auf dem Nord-Ostsee-Kanal ausgebreitet hatte. Bei der land- und seeseitigen Begutachtung der Verunreinigung war ein Ausmaß von etwa 1.800 Metern Länge und circa 15 Metern Breite ersichtlich. Bei dem festgestellten Stoff handelte es sich vermutlich um Dieselöl, welches bereits in Auflösung und vom Vortag zu sein schien.
Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes Schleswig-Holstein (LKN.SH) erhielt von dem Sachverhalt Kenntnis, stufte die Verunreinigung als bekämpfungswürdig ein und übernahm die gefahrenabwehrenden Maßnahmen vor Ort.
Die Feuerwehren aus Brunsbüttel und Marne erkundeten mit Hilfe einer Drohne die Lage aus der Luft. Dabei stellten sie fest, dass sich die Verunreinigung durch süd-westliche Winde in östliche Richtung verlagerte und sich auf den gesamten Binnenhafen von der Schleuse bis zum Ölhafen verteilte.
Die Feuerwehren aus Brunsbüttel und Büsum übernahmen mit Ölbekämpfungsmitteln und Booten die Bekämpfung. Währenddessen war der Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr gesperrt. Die Bekämpfungsmaßnahmen endeten erfolgreich. Eine Nachkontrolle mit der Drohne, dem LKN.SH und der Wasserschutzpolizei erfolgte am Folgetag bei Tageslicht.
Hinweise auf den Verursacher gab es keine. Die Ermittlungen dauern an, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
Merle Neufeld
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