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POL-ESW: Pressemeldung 22.08.2019 -Mehrere Fälle von versuchtem Enkeltrick-

Eschwege (ots)

Polizei

Im Werra-Meißner-Kreis kam es in den vergangenen Tagen zu insgesamt 4 versuchten Enkeltricks.

Am Dienstagnachmittag kam es im Bereich Hessisch Lichtenau und Großalmerode ab 14.20 Uhr in kurzer Abfolge zu 3 unterschiedlichen Versuchen von Enkeltrickbetrügen, bei denen jeweils Frauen im Alter zwischen 67 und 86 Jahren telefonisch kontaktiert wurden.

In einem Fall meldete sich ein männlicher, hochdeutsch sprechender Anrufer, der als mutmaßlicher Bekannter "Mike" von der Frau angeblich 28.000.-EUR für den Erwerb einer Eigentumswohnung benötigte. Als die Frau angab, nicht so viel Geld zu haben kam es zu kurzen Differenzen zwischen der Frau und dem unbekannten Anrufer, in deren Verlauf die Frau das Gespräch schließlich beendete.

Bei der 86-jährigen Frau meldete sich eine Frau, die sich aufgrund einer Nachfrage seitens der 86-Jährigen geschickt als deren Bekannte aus Hamburg ausgab. Nach einem kurzen Gespräch kam die angebliche Bekannte dann auf die wahren Beweggründe zu sprechen und bat um eine finanzielle Unterstützung für den Erwerb einer Wohnung als Geldanlage. Daraufhin beendete die 86-Jährige das Gespräch und vergewisserte sich bei ihrer "echten" Bekannten aus Hamburg, die nicht die Anruferin war, so dass sich der ursprüngliche Anruf schnell als Schwindel entpuppte.

Bei einer 76-Jährigen aus Hessisch Lichtenau meldete sich ein junger Mann und gab sich als Neffe der Frau aus. Die 76-Jährige erkannte aber sofort den Schwindel, da sie keinen Neffen hat, versuchte aber dennoch den Mann im Gespräch zu halten, um im Nachgang wichtige Hinweise für die Polizei zu liefern. Der Mann benötigte 80.000.-EUR, angeblich für den Erwerb einer Eigentumswohnung. Die Frau gab dann jedoch vor, nur 40.000.-EUR Euro zur Verfügung stellen zu können. Der Mann ließ sich auch darauf ein und wollte die Abholung des Geldes organisieren. Dazu kam es im Laufe des Nachmittages dann jedoch nicht mehr.

Im Bereich Witzenhausen wurde gestern Morgen auch ein Ehepaar per Telefon kontaktiert, wo sich eine junge Frau als angebliche Enkelin ausgab. Aufgrund einer Nachfrage, ob es sich bei der Anruferin um die "Carina" handele, bejahte dies die Anruferin und bat anlässlich eines anstehenden Hauskaufs um eine finanzielle Unterstützung von 50.000.-EUR, um eine erforderliche Anzahlung leisten zu können. Aufgrund gewisser Angaben im Gespräch und aus der weiteren Gesprächsführung heraus, wurde das Paar dann aber mehr und mehr misstrauisch und beendete schließlich das Gespräch.

Folgende Präventionstipps sind in solchen Fällen zu beachten:

   -Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber
mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie 
Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. -Seien 
Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder 
Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie 
beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen 
kann. -Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
Verhältnissen preis. -Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck 
setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu 
überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange 
bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 
-Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: 
Besprechen Sie dies mit Familienangehörige oder anderen Ihnen 
nahestehenden Personen. -Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen 
wie Schmuck an unbekannte Personen. -Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig
vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. 
-Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die 
Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, 
Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu 
sensibilisieren und die Täter zu überführen. -Lassen Sie Ihren 
Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird 
beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr 
ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie 
sich an die Telekom. -Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere 
Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zu Hause auf, sondern 
auf der Bank oder im Bankschließfach.

Weitere Tipps erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de

Polizeidirektion Werra-Meißner-Pressestelle-; POK Först

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Werra-Meißner
Niederhoner Str. 44
37268 Eschwege
Pressestelle

Telefon: 05651/925-123
E-Mail: poea.werra.meissner@polizei-nordhessen.de

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