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Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

POL-KS: Mehrere Fahrraddiebstähle in Kassel: Ein Tatverdächtiger dank Zeugen festgenommen, weiterer Dieb am Auedamm ertappt

Kassel (ots)

Kassel:

Am gestrigen Dienstag wurden der Polizei fünf Fahrraddiebstähle im Kasseler Stadtgebiet gemeldet. In einem Fall konnten die Streifen dank der schnellen Mitteilung zweier aufmerksamer Zeugen einen Tatverdächtigen auf frischer Tat am Stern festnehmen. Kurz zuvor war ein bislang unbekannter Dieb am Auedamm von Passanten beim Knacken eines Schlosses ertappt und angesprochen worden, woraufhin er die Flucht ergriff. Da es sich in allen Fällen auf im öffentlichen Raum abgestellte Räder handelte, möchte die Polizei aus diesem Anlass Fahrradbesitzer sensibilisieren und ihnen Tipps zum Schutz vor Diebstahl geben. Zudem zeigen die gestrigen Fälle, wie wichtig die Mitteilungen von Zeugen über verdächtige Wahrnehmungen sind. Weitere Zeugenhinweise zu den gestrigen Diebstählen werden unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen entgegengenommen.

Dieb wird am Auedamm ertappt und angesprochen

Im Fall des ertappten Diebes am Auedamm, nahe der Schwimmbadbrücke, lässt sich die Tatzeit genau benennen: Demnach hat sich der Unbekannte um 19:48 Uhr am Faltschloss eines Pedelecs zu schaffen gemacht, woraufhin zwei Zeugen den mutmaßlichen Dieb ansprachen. Dieser rannte daraufhin ohne Beute in Richtung Orangerie davon. Die sofort eingeleitete Fahndung durch die alarmierte Polizei nach dem 30 bis 40 Jahre alten und dunkel gekleideten Täter mit kurzen schwarzen Haaren, der einen Kapuzenpullover mit reflektierender Schrift auf der Rückseite trug, verlief ohne Erfolg. Die eingesetzte Streife des Polizeireviers Mitte traf vor Ort neben den Zeugen auf einen Mann und eine Frau aus Kassel, deren Räder am gleichen Tatort zwischen 18:00 Uhr und der Tatzeit des versuchten Diebstahls geklaut worden waren. Von dem Rennrad und dem E-Bike im Gesamtwert von rund 7.000 Euro, die jeweils an einem Fahrradbügel angeschlossen waren, fehlt bislang jede Spur.

Trotz Fahndungsmaßnahmen ebenfalls noch nicht aufgefunden werden konnte das Rad eines 22-jährigen Kasselers, das im Verlauf des Tages in der Mönchebergstraße, nahe der Georg-Forster-Straße, gestohlen wurde. Auch das aufgebrochene Schloss des Gravelbikes nahmen die unbekannten Täter mit.

Festnahme auf frischer Tat am Stern

Später am Abend, gegen 20:45 Uhr, konnte ein Tatverdächtiger dank zweier Zeugen auf frischer Tat am Stern festgenommen werden. Die beiden jungen Männer hatten den Notruf 110 gewählt, da sich ein Unbekannter gegenüber der Haltestelle auffällig an einem Mountainbike zu schaffen machte. Noch während sie die Beschreibung des Fahrraddiebes durchgaben, klickten für diesen nur drei Minuten nach Beginn des Notrufs bereits die Handschellen. Das Kettenschloss hatte er zwar bereits geknackt, ging aber dank der beiden Zeugen und der schnellen Festnahme leer aus. Den in Ahnatal wohnenden 23-Jährigen brachten die Beamten für die weiteren polizeilichen Maßnahmen auf das Revier. Der polizeibekannte Tatverdächtige muss sich nun wegen des Fahrraddiebstahls verantworten.

Tipps der Polizei

Zum Schutz vor Fahrraddiebstahl gibt die Polizei folgende Tipps:

   - Den besten mechanischen Diebstahl-Schutz bieten stabile Bügel- 
     oder Panzerkabelschlösser. Beim Kauf auf "geprüfte Qualität" und
     hochwertiges Material, wie durchgehärteten Spezialstahl, sowie 
     massive Schließsysteme achten. Hilfe bei der Suche nach einem 
     guten Schloss bietet der Verband Schadensversicherer (VdS). Auf 
     der Website des Verbands unter www.vds-home.de finden. Dünne 
     Kettenschlösser oder Kabelschlösser lassen sich leicht mit 
     einfachen Hilfsmitteln und Werkzeugen knacken. Auch 
     Speichenschlösser bieten keinen ausreichenden Schutz.
   - Bei hochwertigen Fahrrädern empfiehlt die Polizei mehrere 
     Schlösser zu nutzen.
   - Wichtig bei Fahrrädern und E-Scootern: Die Fahrzeuge immer an 
     einem fest verankerten Gegenstand anschließen, damit sie nicht 
     weggetragen werden können. Hierfür beim Schlosskauf auf ein 
     ausreichend großes Schloss zum Anschließen achten. E-Scooter 
     bieten den Vorteil, dass diese zusammengeklappt und durch den 
     Eigentümer mitgenommen werden können. Grundsätzlich sollte von 
     dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und E-Scooter nur in 
     Ausnahmefällen unbeaufsichtigt abgestellt werden.
   - Abstellort: Stellen Sie ihr Fahrrad zudem in der Öffentlichkeit 
     nur an belebten und gut einsehbaren Orten ab. Nutzen Sie nachts 
     gut beleuchtete Orte. Lassen Sie Ihr Fahrrad unbeaufsichtigt nur
     so lange wie nötig an öffentlichen Plätzen stehen.
   - Fahrräder sollten auch in Fahrradabstellräumen, Kellern oder 
     Treppenhäusern angeschlossen werden. Ist dies nicht möglich, 
     können Sie mehrere Räder aneinanderschließen. Achten Sie 
     außerdem darauf, dass die Zugangstüren abgeschlossen sind.
   - Sicherung des Abstellorts: Kellerverschläge, Gartenlauben, 
     Garagen oder andere Abstellorte sollten ausreichend gegen 
     unbefugten Zutritt gesichert werden. Ein billiges 
     Vorhängeschloss bietet beispielsweise kaum einen Schutz.
   - Nehmen Sie wertvolle Zubehörteile wie den Akku mit.
   - Bei verdächtigen Beobachtungen Polizei rufen: Für das "Knacken" 
     hochwertiger Schlösser benötigen auch professionelle Diebe 
     entsprechendes Werkzeug und Zeit. Der Einsatz der Werkzeuge, 
     beispielsweise einer Akku-Flex, verursacht sicherlich auch 
     Geräusche. Zögern Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen nicht und 
     rufen Sie über den Notruf 110 die Polizei.

Eine Codierung des Fahrradrahmens kann das Rad für die Täter unattraktiver machen, da der Weiterverkauf so erschwert wird und das Rad beim Auffinden seinem Besitzer zugeordnet werden kann. Kostenlose Codier-Aktionen werden regelmäßig von der Polizei Nordhessen angeboten. Zudem können versteckt verbaute Ortungssysteme der Polizei helfen, ein gestohlenes Rad aufzufinden.

Rückfragen bitte an:

Ulrike Schaake
Pressesprecherin
Tel. 0561-910 1020

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: +49 561 910 1020 bis 23
Fax: +49 611 32766 1010
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de

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