FW-OLL: Feuerwehr Wildeshausen warnt vor Eisflächen - Realistische Eisrettungsübung durchgeführt
Wildeshausen (ots)
Die Feuerwehr Wildeshausen führte am Montagabend ab 19 Uhr einen spontanen Übungsdienst durch, bei dem eine realistische Eisrettung simuliert wurde. Ziel der Übung war es, die Gefahren von Eisflächen anschaulich darzustellen und die Einsatzkräfte auf mögliche Ernstfälle vorzubereiten.
Organisiert wurde die Übung durch Jannik Stiller sowie Lars Menke. Die Übung stand allen interessierten Mitgliedern der Feuerwehr Wildeshausen offen. An einem See im Stadtgebiet versammelten sich die Einsatzkräfte, leuchteten die Eisfläche großflächig aus und bereiteten das Szenario vor.
Im Rahmen der Übung zogen zwei Einsatzkräfte spezielle Überlebensanzüge an. Diese Anzüge sind für die Wasserrettung konzipiert und dienen sowohl dem Kälteschutz als auch der Erzeugung von Auftrieb. Nachdem festgestellt wurde, dass die Eisfläche zwar vollständig geschlossen, die Eisdecke jedoch noch sehr dünn war, begab sich eine Einsatzkraft in einem Überlebensanzug auf das Eis und simulierte einen Passanten, der einbricht.
Die Rettung erfolgte unter realistischen Bedingungen: Die Einsatzkräfte sicherten die eingebrochene Person mit zugeworfenen Leinen und setzten verschiedene Hilfsmittel ein, um die Auflagefläche auf dem Eis zu vergrößern und ein weiteres Brechen der Eisdecke zu verhindern. Dabei wurde deutlich, dass selbst eine Eisstärke von etwa vier Zentimetern trügerisch ist und schnell brechen kann.
Nach erfolgreicher Rettung der Person aus dem Wasser wurde der Einsatz gemeinsam nachbesprochen. Die Übung zeigte eindrücklich, wie gefährlich das Betreten von Eisflächen derzeit ist.
Jannik Stiller, Pressesprecher der Feuerwehr Wildeshausen, warnt ausdrücklich vor dem Betreten zugefrorener Gewässer: "Die Eisdecke wirkt auf den ersten Blick stabil und vollständig geschlossen, ist jedoch aufgrund unterschiedlicher Eisdicken nicht tragfähig. Personen, die das Eis betreten, werden höchstwahrscheinlich einbrechen. Das Betreten der Eisflächen ist verboten."
Zusätzlich weist die Feuerwehr auf die erheblichen gesundheitlichen Risiken hin: Bereits ab einer Körpertemperatur von etwa 33 Grad Celsius und einer Aufenthaltsdauer von rund 30 Minuten im kalten Wasser kann es zu Bewusstlosigkeit und zum Versagen der Muskulatur kommen.
Die Feuerwehr Wildeshausen appelliert eindringlich an die Bevölkerung, Eisflächen nicht zu betreten und Kinder entsprechend zu sensibilisieren.
(Es war ein Vertreter der DPA vor Ort, dort können Bilder angefragt werden. Die Bilder in diesem Beitrag besitzen ein Wasserzeichen und dienen lediglich zur besseren Vorstellung der Übung)
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