POL-PIBIN: Polizeiinspektion Bingen - Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Insgesamt stabile Sicherheitslage - differenzierte Entwicklungen in einzelnen Deliktsbereichen
Bingen (ots)
Bingen, 22.05.2026 - Die Polizeiinspektion Bingen hat die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Auswertung gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Kriminalität im Zuständigkeitsbereich und dient als wichtige Grundlage für sicherheitsrelevante Maßnahmen.
Die Zahlen zeichnen ein insgesamt differenziertes Bild der Kriminalitätsentwicklung im Zuständigkeitsbereich. Während sich die Gesamtzahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 6,27 Prozent verringert hat und nun bei 2826 Fällen liegt (189 Fälle weniger), bleibt die Sicherheitslage aus polizeilicher Sicht insgesamt zufriedenstellend, da die Zahl der registrierten Straftaten erneut einen rückläufigen Trend aufzeigen und sich auf dem tiefsten Stand seit 2018 befindet.
Die Aufklärungsquote beträgt 61,80 Prozent und bewegt sich damit auf einem leicht rückläufigen, aber dennoch hohes Niveau. Dies ist insbesondere auf die konsequente Ermittlungsarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden zurückzuführen.
Eigentumskriminalität weiterhin im Fokus Ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit lag erneut im Bereich der Eigentumsdelikte.
Im Jahr 2025 wurden in diesem Deliktsfeld 832 Fälle registriert, was einer Abnahme von ca. 1% (6 Fällen) entspricht. Innerhalb dieses Bereichs kommt insbesondere den Wohnungseinbruchdiebstählen eine besondere Bedeutung zu. Hier wurden 36 Fälle erfasst, was im Vergleich zum Vorjahr (26 Fälle) eine negative Entwicklung darstellt. Jedoch ist die Aufklärungsquote um 4,5 % gestiegen. Die Polizeiinspektion Bingen setzt in diesem Zusammenhang verstärkt auf präventive Maßnahmen, darunter gezielte Beratungsangebote für Bürgerinnen und Bürger sowie verstärkte Streifentätigkeit in besonders betroffenen Wohngebieten.
Entwicklung bei Gewaltkriminalität differenziert zu betrachten
Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden 529 Fälle registriert. Dies entspricht einer Zunahme von 20 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung ist nach Einschätzung der Polizei differenziert zu betrachten und kann unter anderem auf z. B. ein verändertes Anzeigeverhalten, einer erhöhten Kontrolldichte oder einer gesellschaftlichen Entwicklung zurückgeführt werden. Im Jahr 2025 kam es zu keinem Tötungsdelikt im Dienstgebiet.
Rohheitsdelikte
Die Entwicklung im Bereich der Rohheitsdelikte verlief im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant mit 529 Fällen (Anstieg um + 3,9 %, entspricht 20 Fälle). Zu den Rohheitsdelikten gehören u. a. die Körperverletzungsdelikte (309 Fälle, -1,9 % im Vgl., zum Vorjahr, d.h. 6 Fälle weniger) und die Bedrohungsdelikte (138 Fälle bei einer Aufklärungsquote von 91,3 %), sowie Raubdelikte (18 Fälle bei einer Aufklärungsquote von 77,8 %), welche einen Großteil der Fallzahlen in diesem Deliktsbereich ausmachen. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich im Gesamten lag bei 88,5 % und damit auf einem hohen Niveau. Die konsequente Verfolgung von Gewaltdelikten bleibt ein zentraler Bestandteil polizeilicher Arbeit. Insbesondere im öffentlichen Raum wird weiterhin ein besonderes Augenmerk auf Präsenz und schnelle Reaktionsfähigkeit gelegt.
Vermögens- / Fälschungsdelikte
Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte konnten insgesamt 411 Fälle im Jahr 2025 registriert werden, was einem Rückgang um -20,9 % (109 Fälle) im Vgl. zum Vorjahr (520 Fälle) entspricht. Die Aufklärungsquote lag hier bei 71,3 %.
Sexualdelikte
Im Bereich der Sexualdelikte ist mit 117 Fällen im Jahr 2025 ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen um 9,30 % (12 Fälle) festzustellen. Insgesamt konnten 97,4 % der bekannt gewordenen Sexualdelikte aufgeklärt werden.
Jugendkriminalität und Prävention
Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung im Bereich der Jugendkriminalität, da hier eine leichte Abnahme zu verzeichnen ist. Insgesamt wurden 1381 tatverdächtige Jugendliche registriert. Die Polizei führt diese Entwicklung auch auf intensivierte Präventionsarbeit zurück. In enger Kooperation mit Schulen, Jugendämtern und weiteren lokalen Akteuren werden Maßnahmen zur frühzeitigen Sensibilisierung und Intervention umgesetzt.
Ausblick und Einordnung
Zusammenfassend zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, dass die Sicherheitslage im Bereich der Polizeiinspektion Bingen insgesamt als sicher zu bewerten ist, auch wenn einzelne Deliktsbereiche weiterhin besondere Aufmerksamkeit erfordern. Der rückläufige Trend der registrierten Straftaten für das Jahr 2025 ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte (hierunter fallen ebenso sämtliche Betrugsdelikte) ein Rückgang von über 20 % (109 Fälle) zu verzeichnen ist. Dieser Deliktsbereich nimmt bei einem Rückgang von 189 Fällen im Gesamten für das Jahr 2025 bereits einen Anteil von 109 Fällen ein und erklärt somit den stark rückläufigen festgestellten Trend. "Die PKS ist für uns ein wichtiges Instrument zur Analyse von Entwicklungen und zur gezielten Steuerung unserer Maßnahmen", erklärt (EPHK Henschel, Leiter der Polizeiinspektion Bingen). "Unser Ziel bleibt es, durch eine Kombination aus repressiven und präventiven Ansätzen die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu gewährleisten. Die positive Entwicklung der Kriminalstatistik ist das Ergebnis der engagierten Arbeit unserer Beamtinnen und Beamten".
Die Polizeiinspektion Bingen wird auch im kommenden Jahr ihre Anstrengungen fortsetzen, um auf erkannte Entwicklungen flexibel zu reagieren und das Sicherheitsniveau weiter zu stabilisieren.
Die Polizei bedankt sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung und bittet weiterhin um Mithilfe und appelliert Hinweise und Wahrnehmungen bei verdächtigten Beobachtungen frühzeitig zu melden.
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