POL-GÖ: (103/2026) Gemeinsame "Vape"-Kontrollen gehen weiter: Behörden stellen bei Überprüfung von zehn Göttinger Geschäften erneut Vielzahl an Verstößen fest, diverse Verfahren eingeleitet
Göttingen (ots)
GÖTTINGEN (jk) - Im Kampf gegen den illegalen Verkauf von sog. Vapes an Jugendliche sowie die damit einhergehenden Rechtsverstöße haben Experten und Ermittler von Finanzamt Göttingen, Stadt Göttingen, Hauptzollamt Braunschweig, des Veterinäramtes für Stadt und Landkreis Göttingen und der Göttinger Polizei ihre gezielten Kontrollen weiter fortgesetzt.
Bei einer erneuten Überprüfung wurden in der zweiten Märzhälfte insgesamt zehn Göttinger Gewerbebetriebe (Kiosk- und Tabakgeschäfte) genau unter die Lupe genommen.
Einige der Läden hatten im Vorfeld in den sozialen Medien mit nicht verkaufsfähigen THC - Vapes geworben. Der Besitz sowie die Veräußerung dieser Produkte stellen einen Verstoß gegen Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz dar. Bereits bei zurückliegenden Verbundkontrollen hatten die Ermittler ähnliche gleichgelagerte Verstöße festgestellt und geahndet.
Im Zuge der aktuellen Kontrolle -es war bereits die zweite im Monat März (siehe auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/6233162)- stellten die beteiligten Behörden wieder eine Vielzahl an Verstößen fest.
Insgesamt fanden und beschlagnahmten die Experten an diesem Tag unter anderem 22 Dosen Nikotin-Poches, 222 Vapes, 41 illegale Vapes, vier THC-Vapes, 99 sonstige Cannabisprodukte (wie Joints, Saatgut) und eine Druckluftwaffe.
Es wurden diverse Ermittlungsverfahren u. a. wegen des Verstoßes gegen das o. a. Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz, das Jugendschutzgesetz, Straftaten nach dem Lebensmittelrecht sowie gewerbsmäßiger Steuerhehlerei und -hinterziehung und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Durch die Stadt Göttingen wurde einem der kontrollierten Betriebe noch am selben Tag aufgrund der Masse der wiederholt dort festgestellten Verstöße im Sofortvollzug eine Teilgewerbeuntersagung (Verbot des Verkaufs von Tabakprodukten) erteilt.
Das Finanzamt, das Veterinäramt des Landkreises Göttingen und das Hauptzollamt Braunschweig prüfen weiteren Verfahren in eigener Zuständigkeit. Die Ermittlungen dauern demzufolge an.
"Die fehlende Überwachung der Inhaltsstoffe, der hohe Nikotingehalt teilweise mit synthetischen Cannabinoiden sowie die für Kinder ansprechende bunte Gestaltung, teilweise mit leuchtenden LEDs und die verschiedenen Fruchtgeschmäcker erzeugen ein hohes Suchtrisiko besonders für Kinder und Jugendliche, dass durch einzelne Betreiber gezielt ausgenutzt wird. Der Schutz von Jugendlichen und besonders Kindern ist allen Beteiligten hier ein besonderes Anliegen. Der Beharrlichkeit einzelner Kioskbetreibenden, solche Vapes und THC-haltige Produkte gezielt an Minderjährige abzugeben und dabei gegen eine Vielzahl weitere Rechtsvorschriften zu verstoßen, haben wir eine sehr enge und konsequente Zusammenarbeit der beteiligten Behörden entgegengestellt. Wir werden hier auch zukünftig engmaschig gemeinsam Kontrollen vornehmen", sagt Polizeioberkommissar Dennis Kaltner von der Göttinger Verfügungseinheit, der den Einsatz leitete.
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