POL-PPMZ: Abschlussbilanz zum 122. Mainzer Rosenmontagszug - Polizei zieht positive Bilanz nach unauffälligem Einsatzverlauf
Mainz (ots)
Nach dem Ende der polizeilichen Einsatzmaßnahmen am frühen Dienstagmorgen gegen 02:00 Uhr zieht das Polizeipräsidium Mainz eine positive Bilanz zum diesjährigen Rosenmontagszug. Trotz einer geschätzten Besucherzahl von über 500.000 Menschen in der Mainzer Innenstadt bis in die frühen Morgenstunden verlief der polizeiliche Einsatz am Rosenmontag weitestgehend unauffällig. Die Einsatzkräfte konnten die Maßnahmen aufgrund der entspannten Lage früher als in den Vorjahren beenden. Dennoch verblieben ausreichend Einsatzkräfte in der Mainzer Innenstadt.
Konsequenter Jugendschutz und Prävention Ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit lag erneut auf der Prävention und dem Jugendschutz. Insgesamt führten die Beamten 1.319 Personenkontrollen durch. Davon entfielen 753 Kontrollen auf Kinder und Jugendliche. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden rund 211 Liter Alkohol sichergestellt oder unmittelbar vernichtet.
Die konsequente Linie der Polizei spiegelte sich auch in den erforderlichen Eingriffsmaßnahmen wider:
Lediglich 4 Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. 47 Personen, die durch auffälliges Verhalten störten, wurden des Platzes verwiesen.
Insgesamt wurden bis zum Einsatzende 55 Straftaten registriert. 25 Körperverletzungsdelikte, 3 x Eigentum, mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie drei Sexualdelikte. In einem Fall konnte ein männlicher Täter identifiziert werden, der mehreren Frauen an das Gesäß bzw. in den Schritt gefasst hatte.
Damit bewegen sich die Zahlen im Verhältnis zur hohen Besucherfrequenz auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Erwartungsgemäß werden aber in den nächsten Tagen noch weitere Anzeigen, insbesondere Eigentumsdelikte, erstattet, wenn z.B. das Smartphone doch nicht mehr auftaucht. Verdacht auf KO -Tropfen und wichtige Hinweise für Betroffene:
Im Rahmen des Einsatzes gab es einen Hinweis auf den möglichen Einsatz von KO -Tropfen bei einer Jugendlichen mit Kreislaufproblemen. Die polizeilichen Ermittlungen konnten diesen Verdacht jedoch entkräften; es wurde ein erheblicher Alkoholkonsum ohne Fremdeinwirkung festgestellt.
Dennoch nimmt die Polizei dieses Thema sehr ernst. Wer am Morgen nach einer Feier mit "Filmrissen", blauen Flecken oder Schmerzen im Unterleib aufwacht, sollte den Verdacht auf KO -Tropfen ernst nehmen.
Wichtige Verhaltensregeln bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt:
Vertrauliche Spurensicherung: In spezialisierten Kliniken in Mainz besteht die Möglichkeit einer vertraulichen Spurensicherung. Hierbei werden Beweise gesichert, ohne dass sofort Anzeige erstattet werden muss. Das Material wird gelagert und erst an die Polizei übergeben, wenn sich betroffene Personen aktiv für eine Anzeige entscheiden.
Um Spuren (z. B. DNA) nicht zu vernichten, sollten Betroffene vor der Untersuchung nicht duschen oder sich waschen. Der Frauennotruf Mainz (Tel.: 06131-221213) bietet neben anderen Organisationen hierzu vertrauliche Hilfe an.
Die Polizei Mainz bedankt sich bei über 500.000 fröhlich und ausgelassen feiernden Narren für einen gelungenen 122. Rosenmontag.
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