POL-PDTR: Kriminalitätslagebild 2025 der Polizei Morbach
Morbach (ots)
Die Polizeiinspektion Morbach bewertet die Entwicklung der Kriminalität im Kalenderjahr 2025 in der Einheitsgemeinde Morbach, der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf und Teilen der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues (Gemeinden Kleinich und Hochscheid) überwiegend positiv. Im Jahr 2025 wurden im örtlichen Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Morbach bei der Betrachtung der Gesamtkriminalitätslage, unabhängig von deren Bearbeitungszuständigkeit, insgesamt 597 Straftaten statistisch erfasst. Gegenüber dem Vorjahr mit 578 Fällen bedeutet dies einen Anstieg um 3,1 Prozent (+19 Fälle). 453 Fälle (-4 Fälle) wurden auf Grund der sachlichen Zuständigkeit von der Polizeiinspektion Morbach bearbeitet. Die Aufklärungsquoten gingen marginal zurück und bewegten sich somit auf dem Vorjahresniveau. Im örtlichen Zuständigkeitsbereich lag diese bei 73,5 Prozent (-0,7%) und bei den auf der Polizeiinspektion Morbach bearbeiteten Straftaten bei 74,8 Prozent (-0,7%).
Bei den Delikten der sogenannten "Straßenkriminalität" kam es zu einem leichten Anstieg auf 67 Fälle im Zuständigkeitsgebiet, welcher unter anderem auf die gestiegenen Sachbeschädigungen zurückzuführen ist. Der Begriff der "Straßenkriminalität" umfasst alle Delikte, welche sich auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen ereignen. Hierunter fallen beispielweise Körperverletzungs- und Sachbeschädigungsdelikte. Im Jahr 2025 liegt die Häufigkeitszahl im örtlichen Zuständigkeits-bereich der Polizei Morbach, welche die statistische Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat zur werden beschreibt, bei 3394 Fällen pro 100.000 Einwohnern und liegt deutlich unter dem Landeswert. Im Rahmen der Einzelbetrachtung ist im Bereich der Rohheitsdelikte festzustellen, dass die Körperverletzungsdelikte um 28 Fälle auf 77 Fälle gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. In der Fünf-Jahres-Betrachtung gesehen ist dies der zweitniedrigste Wert seit dem Jahr 2021. Diese Entwicklung korrespondiert unter anderem auch mit den zurückgegangenen Fällen der häuslichen Gewalt, welche im Jahr 2025 einen Wert von 14 Fällen erreichten. 94,8% der Körperverletzungsdelikte konnten aufgeklärt werden.
Ein Anstieg ist bei den Bedrohungsdelikten um 9 Fälle auf 42 Fälle zu verzeichnen. Bei den Beleidigungsdelikten kam es zu einem Anstieg von 19 auf 66 Fälle. Bei beiden Delikten ist festzustellen, dass bei der überwiegenden Zahl der Fälle die Äußerungen aufgrund eines vorangegangenen Streits ausgesprochen wurden und eine Beziehung zwischen Täter und Opfer (Partner, Nachbar etc.) bestand. Eine Vielzahl der Fälle wird mittels Telekommunikationsmitteln und unter Nutzung der sozialen Netzwerke und Messenger Dienste begangen.
Die einfachen Diebstähle sind nochmals um 20 Fälle zurückgegangen und erreichten mit 58 Fällen in der Fünf-Jahres-Betrachtung einen absoluten Tiefstwert. Schwerpunkte bilden in dieser Gruppe die Ladendiebstähle mit 11 Fällen und die Diebstähle aus bzw. an Kraftfahrzeugen mit 11 Fällen. Die Aufklärungsquote lag bei 37,9%, d.h. jeder dritte Diebstahl konnte aufgeklärt werden.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Morbach sind die Sachbeschädigungen um 16 Fälle auf 69 Fälle angestiegen. In allen Untergruppen konnten Steigerungen recherchiert werden, insbesondere die Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen stiegen wieder deutlich auf 21 Fälle. Bei den Sachbeschädigungen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen sowie den Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen ergaben sich keine örtlichen und/oder zeitlichen Schwerpunkte, gezielte Serienstraftaten konnten ebenso wenig festgestellt werden.
Zu den skizzierten Fallzahlenrückgängen bzw. -steigerungen können keine belegbaren Erklärungsansätze angegeben werden.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Morbach ist die Gewalt gegen Polizeibeamte, wie bereits in den letzten Jahren auf einem nahezu gleichbleibenden Niveau mit leicht steigender Tendenz. Im Jahr 2025 kam es im Verlauf unterschiedlicher Einsatzanlässe zu drei Widerständen, sechs Beleidigungen und zwei versuchten Körperverletzungen zum Nachteil von Einsatzkräften. Zudem wird bei einer Vielzahl von Einsatzanlässen deutlich, dass die Aggressivität, insbesondere im verbalen Bereich, gegenüber Einsatzkräften unterhalb der strafrechtlichen Relevanz deutlich zugenommen hat. Er ist mittlerweile unerheblich, ob es sich bei den beteiligten Personen um Tatverdächtige, Zeugen oder Unbeteiligte handelt. Diese Erkenntnisse ergeben sich aus der subjektiven Wahrnehmung der Einsatzkräfte und können nicht durch statistische Werte belegt werden.
Insgesamt wurden 364 Tatverdächtige im Zuständigkeitsbereich der Polizei Morbach ermittelt, 259 männliche und 105 weibliche Tatverdächtige.
Im Bereich der Jugendkriminalität (Tatverdächtige unter 21 Jahre) wurden im vergangenen Jahr 89 Tatverdächtige erfasst, was einem Anteil von 24,45% an der Gesamtverdächtigenzahl entspricht. Die detaillierte Auswertung ergab, dass 20 Kinder, 52 Jugendliche und 17 Heranwachsende im Jahr 2025 als Tatverdächtige erfasst wurden. Die Zahlen bewegen sich auf dem Vorjahresniveau.
Die Polizei Morbach wird auch zukünftig einen Schwerpunkt ihrer polizeilichen Arbeit in der Bekämpfung der Aggressionsdelikte und der Gewalt im öffentlichen Raum bei strikter Anwendung des integrativen Ansatzes sehen.
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