POL-REK: 260203-4: Falsche Polizeibeamtin erbeutete Schmuck und Bargeld - Zeugensuche
Rhein-Erft-Kreis (ots)
Ein weiterer Versuch scheiterte
Die Polizei Rhein-Erft-Kreis fahndet nach einer etwa 25 bis 28 Jahre alten, schlanken und etwa 165 Zentimeter großen Unbekannten, die Montagmittag (2. Februar) in Erftstadt mit Hilfe einer Lüge Schmuck erbeutet hat. Die Tatverdächtige, bekleidet mit schwarzem Kapuzenpullover und schwarzer Jacke mit braunem Fell im Nackenbereich soll sich als Polizeibeamtin ausgegeben haben. In Hürth scheiterte ein ähnliches Vorhaben. Die Beamtinnen und Beamten des Kriminalkommissariats 12 haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen Zeugen. Hinweise nehmen sie telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Laut ersten Informationen klingelte gegen 14 Uhr das Telefon der Erftstädterin. Am Telefon habe sich ein angeblicher Polizist der Kriminalpolizei gemeldet. Man habe bei der Festnahme nach einem Einbruch in der Nähe Hinweise auf die Geschädigte erhalten und mache sich nun Sorgen um ihre Wertsachen. Eine Kollegin werde umgehend vor Ort erscheinen, um die Wertgegenstände zu prüfen. Zwischenzeitlich sei der Mann der Seniorin Zuhause erschienen. Dieser sei von dem Anrufer umgehend zur Polizei nach Brühl geschickt worden, weil dort Unterlagen für die Eheleute bereit lägen.
Gegen 14.30 Uhr sei dann die Tatverdächtige an der Wohnanschrift zwischen Röntgenstraße, Theodor-Fliedner-Straße und Alfred-Delp-Straße erschienen. Sie habe Bargeld und Schmuck an sich genommen und habe sich in unbekannte Richtung entfernt. Die misstrauisch gewordenen Geschädigten informierten später die Polizei.
In Hürth blieb es bei einem ähnlichen Anruf am Montag gegen 16.45 bei einem Versuch. Hier meldete sich ein angeblicher Polizist am Telefon und gab an, man habe bei einer Fahrzeugkontrolle Hinweise auf die Seniorin erlangt. Auch hier sei man in Sorge, sie könne Opfer eines Einbruchs werden. Die Dame wurde jedoch sofort misstrauisch, gab an, die echte Polizei anzurufen und legte auf.
In beiden Fällen fertigten Polizeikräfte Strafanzeigen.
Die Polizei rät:
Geben Sie keine Informationen zu Wertgegenständen, Bargeldbeständen oder Bankkonten an Anrufer heraus. Polizeibeamte, Staatsanwälte und andere Amtsträger verlangen niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Lassen Sie Unbekannte nicht in Ihre Wohnung und übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an fremde Personen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie auf. Kontaktieren Sie die Behörde, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie dazu die Telefonnummer der Behörde selbst heraus. Informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer '110' über derartige Vorfälle. Das sollten Sie auch in dem Fall tun, wenn Sie einen Betrugsversuch selbst unterbunden haben oder verdächtigen Personen den Zutritt verwehrt haben. Die Polizei ist dann in der Lage nach Verdächtigen zu fahnden und auch andere Menschen zu schützen. (rs)
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