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UNHCR: Nothilfeeinsatz nach Überschwemmungen - 50.000 Flüchtlinge aus der West-Sahara obdachlos

    Berlin (ots) - Sintflutartige Regenfälle haben in den letzten Tagen die süd-algerische Wüstenregion um die Stadt Tindouf heimgesucht. Dabei wurden drei von insgesamt fünf Flüchtlingslagern überflutet. Dort leben seit 1975 Flüchtlinge aus der West-Sahara. UNHCR unterstützt derzeit 90.000 der sozial schwächsten Flüchtlinge.

    Fast 50 Prozent aller Unterkünfte wurden nach ersten Schätzungen zerstört. 50.000 Flüchtlinge sind nun obdachlos. Ein Nothilfeeinsatz soll dringend benötigte Hilfsgüter in die abgelegene Wüstenregion bringen.

    Am letzten Wochenende haben Mitarbeiter des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR), des Welternährungsprogramms (WFP) und einheimischer Hilfsorganisationen zwei der drei betroffenen Lager in der Region Tindouf besuchen können. In Awserd und Smara lebt die große Mehrheit der Flüchtlinge in Lehmhütten, während 25 Prozent in Zelten untergebracht sind. Die Hälfte der Hütten, aber auch alle Schulen sind vollkommen zerstört, die restlichen Unterkünfte und öffentlichen Gebäude schwer beschädigt.

    Das Erkundungsteam sieht einen großen Bedarf an Hilfsgütern: 12.000 Zelte, Plastikplanen für 12.000 Familien, 510 Plastikrollen, 7.000 Koch-Sets, 60.000 Decken, 40.000 Matratzen und 20.000 Wasserkanister. Ein erster UNHCR-Hilfsflug wird in Kürze von Jordanien aus erfolgen. Dort befindet sich das regionale Hilfsdepot der UN-Organisation. Zudem wird ein UNHCR-Nothilfeteam in die betroffene Region geschickt. WFP plant, Nahrungsmittel an die betroffenen Familien zu verteilen.

    Spendenpartner:

    UNO-Flüchtlingshilfe e.V. Stichwort: West-Sahara Konto 2000 8850 BLZ 380 500 00 Sparkasse Köln-Bonn

Pressekontakt:
Stefan Telöken
UNHCR Deutschland
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