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Donnerstag, 03. August 2006, 21.15 Uhr auslandsjournal

Donnerstag, 03. August 2006, 21.15 Uhr

auslandsjournal mit Dietmar Ossenberg

Krieg in Nahost – Leben in der Krisenregion

Der Krieg im Nahen Osten dauert nun schon drei Wochen und ein Ende der Kämpfe ist vorerst nicht abzusehen. Bombenhagel, Raketenbeschuss und Feuergefechte fordern Tote auf beiden Seiten der israelisch- libanesischen Grenze.

Das Leben in der Krisenregion steht jedoch nicht still. Während die Menschen in Haifa, im Norden Israels, mit dem Heulen der Alarmsirenen in die Luftschutzbunker fliehen, flanieren die Menschen in Tel Aviv noch auf der Strandpromenade. Doch seit die Hisbollah damit drohte, ihre Raketen auch auf die Mittelmeermetropole abzufeuern, ist die Anspannung in der Stadt noch größer geworden.

Eine Angst, mit der die Menschen in der libanesischen Hauptstadt Beirut seit Beginn des Krieges leben. Der Süden der Stadt gehörte zu den ersten Zielen der israelischen Luftwaffe, weil hier die Hisbollah-Stellungen lagen. Wer in Beirut geblieben ist, arrangiert sich mit dem Krieg, in den wenigen geöffneten Bars der Stadt herrscht reges Treiben. Viele sind jedoch geflohen – insgesamt haben 800.000 Menschen den Libanon verlassen.

Wann die Waffen schweigen, wird jedoch nicht nur in Jerusalem oder den Zentralen der Hisbollah entschieden. Auch Washington, Damaskus und Teheran haben Einfluss auf den Machtpoker. Washington steht dicht an der Seite seines Verbündeten Israel. Teheran unterstützt den Kampf der Hisbollah gegen den Erzfeind, und für Damaskus bietet sich die Möglichkeit, aus der politischen Isolation zu entkommen.

Die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe in den Südlibanon könnte einen Waffenstillstand unterstützen. Zunächst müsste die Mission aber von allen Seiten, auch der Hisbollah, akzeptiert werden, so viele Experten.

Die ZDF-Korrespondenten berichten aus Israel, dem Libanon und Syrien über die aktuelle Entwicklung. Sie zeigen, wie die Menschen vor Ort im Kriegsalltag leben und analysieren die Hintergründe des Konfliktes.

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