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c't deckt auf
Abzocke mit Affiliate-Links

c't 5/18. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7833 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/c't"
c't 5/18. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7833 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/c't"

Hannover (ots) - Im Rahmen von Affiliate-Programmen zahlen Online-Händler ihren Partnern jeden Monat Hunderttausende Euro Provision aus - als Belohnung für generierte Einkäufe. Eine Recherche des Computermagazins c't legt nahe, dass sich dieses System mittels manipulativer Add-ons missbrauchen lässt, um Geldströme umzuleiten. Die aktuelle Ausgabe 5/18 deckt eine Abzock-Methode auf, die auch bei Verbrauchern ein mulmiges Gefühl hinterlässt.

Browser-Erweiterungen, sogenannte Add-ons, dürfen Code nachladen, URLs abrufen und Cookies schreiben. "Das birgt enormes Missbrauchspotenzial", warnt c't-Redakteur Holger Bleich. So zeigen seine Recherchen, dass Affiliate-Provisionszuweisungen über Browser-Add-ons manipuliert werden können - und zwar in großem Stil.

Die Add-ons gelangen beispielsweise beim scheinbar harmlosen Download von Programmen oder Apps über einen Download-Manager auf den Computer der User. Hat sich eines der Add-ons im Rechner eingenistet, wird jeder Einkauf in einem Online-Shop des Partnerprogramms nicht mehr dem jeweiligen Vermittler gutgeschrieben, sondern der Wonderize GmbH, die mit der Plattform gutscheincodes.de im Affiliate-Netzwerk vertreten ist. "Sollten sich unsere Beobachtungen bestätigen", so Bleich, "hätte Wonderize wohl jeden Monat mehrere Hundertausend Euro an Provisionen von den Add-ons in die Kasse gespült bekommen."

In erster Linie leiden darunter Website-Betreiber, weil sie ihre Provision nicht ausgezahlt bekommen, obwohl der User über ihre Seite in den Online-Shop gelangt ist. Darüber hinaus könnte natürlich der Onlinehändler einen Schaden geltend machen. Für die Downloadportale bedeutet der Schadcode, der über die Add-ons auf dem Rechner der Nutzer landet, vor allem ein Image-Schaden.

Dem Verbraucher entsteht zwar kein finanzieller Nachteil, "allerdings zeigt dieses Beispiel eindrücklich, wie einfach es ist, Schadsoftware auf fremde Rechner zu bringen", betont Bleich. Als Sofortmaßnahme empfiehlt der Experte zu prüfen, welche Add-ons im Browser aktiv sind.

Hinweis für Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen die Titelstrecke zur Rezension kostenfrei zur Verfügung.

Registrierte Radioredakteure können kostenfrei O-Töne mit Holger Bleich auf radio.ct.de herunterladen. Wir bitten um eine Sendebestätigung.

Pressekontakt:

Isabel Grünewald
Heise Medien
Telefon: +49 511 5352-344
isabel.gruenewald@heise.de

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