Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
++ Infrastrukturgesetz verdient den Zusatz ‘Zukunft‘ im Namen nicht ++
Kommentar
25. Februar 2026 I 025
BUND-Pressestelle
Tel.: 030 - 27586 - 109
Infrastrukturgesetz verdient den Zusatz ‘Zukunft‘ im Namen nicht
Anlässlich der morgigen ersten Lesung des Entwurfs für ein Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Bundestag kommentiert Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Das Infrastrukturgesetz verdient den Zusatz ‘Zukunft‘ im Namen nicht. Durch die Einordnung in ein überragendes öffentliches Interesse will die Bundesregierung Neubauprojekte bei Autobahnen, vierspurigen Bundesstraßen und Rastanlagen an Straßen von grundlegenden Umweltstandards ausnehmen. Dafür sollen unter anderem Beteiligungs- und Mitsprachemöglichkeiten der Menschen vor Ort eingeschränkt werden.
In Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens führt das Gesetz nicht in die Zukunft, sondern in die Vergangenheit. Belange des Natur- und Klimaschutzes werden umfänglich und systematisch geschwächt. Alte Bäume zu fällen oder Moore zu zerstören, bevor die rechtlichen Grundlagen für ein Vorhaben abschließend geklärt sind und die Öffentlichkeit Gelegenheit zur Beteiligung hatte, sind eindeutig der falsche Weg.
Wenn dieses Gesetz kommt, wird es für Umweltverbände wie den BUND immer schwieriger im Namen aller, unsere natürlichen Lebensräume vor Zerstörung zu schützen.“
Mehr Informationen:
- Gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Verkehr für ein Infrastruktur-Zukunftsgesetz | Deutscher Naturschutzring
- Kontakt: Klagerechte: Patrick Rohde, stv. BUND-Geschäftsführer und Abteilungsleiter Politische Strategie, Tel.: +49 30-27586-413, Mobil: + 49 171-570 26 31, E-Mail: patrick.rohde(at)bund.net Naturschutz: Christian Hönig, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND, Tel.: + 49 30-27586-340, Mobil + 49 1797327222, E-Mail: christian.hoenig(at)bund.net Verkehr/Infrastruktur: Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND, Tel.: +49 30-27586-467, E-Mail: jens.hilgenber(at)bund.net
- Sie finden den BUND-Bundesverband auch auf Bluesky, Instagram und Facebook
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.
Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin