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26.03.2009 – 17:13

Presse- und Informationszentrum Marine

Deutsche Marine - Pressemeldung/ Pressetermin: Kommandoübergabe bei Schnellbooten in Warnemünde

Deutsche Marine - Pressemeldung/ Pressetermin: Kommandoübergabe bei Schnellbooten in Warnemünde
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    Glücksburg (ots)

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    Rostock-Warnemünde - Führungswechsel im 7. Schnellbootgeschwader Warnemünde: Am kommenden Dienstag, 31. März, übernimmt Fregattenkapitän Stephan Haisch (42) das Kommando. Sein Vorgänger, Fregattenkapitän Andreas Jungmann (42), verlässt den Marinestützpunkt Hohe Düne nach zwei Jahren. Die feierliche Übergabe des Schnellbootgeschwaders findet um 11 Uhr statt.

    Neuer Kommandeur in Norddeutschland heimisch

    Haisch war bereits in der Vergangenheit Kommandant und stellvertretender Geschwaderkommandeur in Rostock. Er kommt vom Personalamt der Bundeswehr aus Köln an die Ostsee. Dort war er als Dezernent tätig. Der gebürtige Schwabe, er stammt aus Geislingen im Kreis Göppingen, begann seine militärische Karriere direkt nach dem Abitur als Offiziersanwärter. Mittlerweile ist er mit Frau und drei Kindern in Norddeutschland heimisch geworden.

    Bisheriger Kommandeur bleibt in Rostock

    Der scheidende Jungmann bleibt der Hansestadt treu und übernimmt neue Aufgaben im Marineamt Rostock an der Kopernikusstraße. In seine Kommandeurszeit fiel der Einsatz bei der Mission der Vereinten Nationen vor der Küste des Libanons (UNIFIL, englisch: United Nations Interim Forces in Lebanon). In diesen Tagen macht er zum letzten Mal das, was ein Kommandeur am liebsten tut: Er führt seine Schnellboote bei einer Geschwaderübung in der Ostsee. Während eines letzten Interviews vor seiner Kommandoübergabe sagt Jungmann: "Ich fahre gerade mit dem Schnellboot Zobel mit 36 Knoten übers Wasser. Der Wind bläst mir ins Gesicht. Es ist ein betrübendes Gefühl zu wissen, dass ich das bald nicht mehr erleben werde, denn meine Fahrenszeit bei den Schnellbooten ist definitiv vorbei." Ihm werde ganz bestimmt die Truppe fehlen, die mit unermüdlicher Begeisterung alle noch so schweren Aufgaben gemeistert habe. "Dazu gehörte oft auch Leidensfähigkeit", so der 42-Jährige. Er sei sich sicher, dass die letzten Schnellboote noch bis ins Jahr 2021 im Dienst bleiben werden und wünscht sich von der Marine, "dass sie den Geist der Schnellbootwaffe noch möglichst lange erhält, egal auf welcher Plattform auch immer".

    Schiffsbesatzungen winken

    Nach der Kommandoübergabe am Dienstag wird Jungmann traditionsgemäß von den Offizieren seines Geschwaders in einem Marinekutter, das ist ein großes Ruderboot, an Land gebracht - bei der Marine heißt das: abgepullt. Die Schiffsbesatzungen verabschieden ihn dabei mit dem Schwenken der weißen Mützen. Das Wehrbereichsmusikkorps 1 sorgt für die musikalische Begleitung der militärischen Zeremonie.

    Schnellboote sind 74 Stundenkilometer schnell und gerade 25 Jahre alt

    Schnellboote zeichnen sich durch Mobilität, Geschwindigkeit und Durchsetzungsvermögen in Verbindung mit modernen Sensoren und einer schlagkräftigen Bewaffnung aus. Auf nur rund 60 Metern Länge sind die Boote so ausgestattet, dass sie See- und Luftziele bekämpfen können. Sie sind in der Lage, Minen zu werfen. Die Schnellboote verfügen über aktive und passive Elektronische Kampfführung und sind 40 Knoten schnell - das sind rund 74 Stundenkilometer. Das ist einzigartig. Bei den NATO-Verbündeten sorgen die deutschen Schnellboote in Manövern aufgrund dieser Kampfkraft immer wieder für Überraschungen. Die Boote agieren auftragsabhängig auch im Verbund, so wie Hyänen im Rudel. Passenderweise trägt eines der Boote auch diesen Namen. Die Besatzung besteht aus 36 Männern und Frauen. Sie leben auf engem Raum zusammen. Die Brücke der Boote ist offen. Das heißt, die Besatzung ist jederzeit den Naturgewalten ausgesetzt.  All das führt zu dem einzigartigen Zusammenhalt der Mannschaft, dem typischen "Schnellbootsgeist". Insgesamt dienen im 7. Schnellbootgeschwader rund 600 Soldaten. Die Boote des Geschwaders sind gerade 25 Jahre alt geworden oder werden es in den kommenden Monaten.

    Jubiläum feiern am 23. Mai 2009: "S78 Ozelot" (Patenstadt Duisburg / Nordrhein-Westfalen), am 12. Juli 2009: "S79 Wiesel" (Ratingen / Nordrhein-Westfalen) und am 13. November 2009: "S80 Hyäne" (Verden / Niedersachsen). Der Befehlshaber der Flotte ehrt die Boote und Besatzungen mit einer Urkunde.

    Autor: Juan Richard Claret, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Deutsche Marine

    Hinweise für die Presse

    Journalisten sind zu der Veranstaltung  am kommenden Dienstag, 31. März 2009, herzlich eingeladen. Eine Akkreditierung ist notwendig. Anmeldungen werden mit beigefügtem Vordruck bis Montag, 30. März 2009, erbeten. Telefax: 03 81 - 6 36 - 21 60, E-Mail: pizmarine.astwarnemuende@marine.de

    Treffpunkt ist am Dienstag, 31. März, um 10.40 Uhr, am Haupttor des Marinestützpunktes Hohe Düne 30. Ansprechpartner ist Hauptbootsmann Juan Claret. Rückfragen an ihn unter Rufnummer 03 81 - 6 36 - 21 70. Die Zeremonie beginnt um 11 Uhr. Das Abpullen erfolgt gegen 12.20 Uhr.

    Weitere Informationen rund um die Marineeinsätze und das oben genannte Thema finden Sie in unserem Internetportal www.marine.de.

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Hauptbootsmann Juan Richard Claret
Telefon: 03 81 - 6 36 - 21 70
Telefax: 03 81 - 6 36 - 21 60
E-Mail: pizmarine.astwarnemuende@marine.de
Fotoredaktion Marine: 0 46 31 - 6 66 - 44 32

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