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Westfalen-Blatt: zur Anschaffung von Taschenrechnern an Schulen

Bielefeld (ots) - Ob die 100 Euro teuren Grafik-Taschenrechner für Oberstufenschüler technisch veraltet oder auf neuem Stand gewesen wären, spielt in der Diskussion eine nachrangige Rolle. Das Schulministerium hat die Zwangsanschaffung bestimmter Geräte gekippt - und überlässt den Schulen nun die Entscheidung, welche Rechner mit welcher Software benutzt werden. Zuvor hatten Eltern (wegen der Kosten) und Experten (wegen der Technik) gegen den verpflichtenden Kauf bestimmter Geräte protestiert. Dem Schulministerium kommt es darauf an, dass in Prüfungen nicht getäuscht werden kann und die Anschaffung der passenden Technik für alle Eltern »ohne Diskriminierung« finanzierbar ist. Das ist an sich kein schlechter Gedanke. Wenn alle Schüler mit dem gleichen Gerät arbeiten, hat niemand ein besseres oder schöneres oder schnelleres. Können alle Schulen einheitliche interne Lösungen finden? Oder werden manche Schüler über bessere Rechner verfügen als andere Schüler? Das Land hätte hier entscheiden können. Dazu fehlt nach den lautstarken Protesten wohl der Mut. Oder anders ausgedrückt: Das Land kneift.

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