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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Zinswetten:

Bielefeld (ots) - Noch ist das Urteil nicht gefallen, doch die Zweifel des Bundesgerichtshofs an den Zinswett-Geschäften sind unüberhörbar. Nicht nur das klagende Unternehmen, auch Kommunalverwaltungen in Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus verfolgen den Prozess mit Spannung, denn auch so mancher Kämmerer ist den Verlockungen der vermeintlich wundersamen Geldvermehrung erlegen. Risiko? Ach, es wird schon gut gehen! In etwa 200 Fällen gab es am Ende ein böses Erwachen - und Millionenverluste. Im Pilotprozess geht es um die Frage, ob die Deutsche Bank dem klagenden Unternehmen von solch riskanten Geschäften nicht hätte abraten müssen. Oder, wie es der Vorsitzende Richter formulierte: »Vielleicht hätte man schlicht sagen müssen: Finger weg!« Mit Verlaub: Diese Frage hätten sich auch diejenigen stellen müssen, die auf die Angebote eingegangen sind. Man darf also folgende Spekulation wagen: Die Wettverlierer werden wohl allenfalls auf eine Teilerstattung hoffen können. Auf den Satz des Richters über Spekulationsgeschäfte aber sollten fortan alle Kämmerer einen Eid leisten müssen: »Finger weg!«

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