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Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Regulierung der Strom- und Gasmärkte: VKU zeigt Verständnis für Entscheidung der Politik
Vorteile des verhandelten Netzzugangs nicht über Bord werfen

Berlin (ots)

Der Verband kommunaler Unternehmen, in dem knapp
1.000 Stadtwerke organisiert sind, zeigt Verständnis für die
Entscheidung der Politik, per Gesetz eine Instanz zur Regulierung der
Strom- und Gasmärkte einzurichten. "Wir akzeptieren diese Vorgabe,
die ja auch auf Druck der EU zustande kam, stellen uns darauf ein und
bieten unsere Mitarbeit bei der Fortentwicklung des Wettbewerbs auf
den Energiemärkten an", sagte VKU-Präsident OB Gerhard Widder heute
auf einer Pressekonferenz in Berlin. "Wir interpretieren das von der
Koalition verabschiedete Eckpunktepapier als einen Systemwechsel hin
zu einer wie auch immer gearteten Regulierungsinstanz."
Es stelle sich jetzt natürlich die Frage nach dem zukünftigen
Stellenwert von Verbändevereinbarungen (VV), die aus Sicht des VKU
dazu beigetragen haben, den Wettbewerb in der Energiewirtschaft
erheblich voranzutreiben. Man dürfe daher die Vorteile des
freiverhandelten Netzzugangs nicht einfach über Bord werfen. Durch
die Vereinbarungen für den Strom- und Gasmarkt seien eine
praxisorientierte Regelung des Netzzugangs sowie kostenorientierte
Netzzugangsentgelte festgeschrieben worden, um die Erhaltung und den
Ausbau der hochwertigen Netzinfrastruktur auch in Zukunft zu
gewährleisten.
Ein wesentliches Manko der VVs war jedoch die fehlende rechtliche
Verankerung, die den Unternehmen in Streitfällen Rechtssicherheit
geboten hätte. Die Erzielung dieser Rechtssicherheit sei auch heute
noch ein Hauptanliegen des VKU.
Doch man müsse nun nach vorn schauen, so Widder. Vorrangig gehe es
darum, mit der Politik zu klären, welche energiewirtschaftlichen
Ziele mit einer Regulierung des Wettbewerbs erreicht werden sollen.
Darüber hinaus sei zu erörtern, welche Kompetenzen und welche
Instrumente mit der Regulierungsbehörde verknüpft werden. Für die nun
anstehende Diskussion biete der VKU der Politik seinen Sachverstand
an. Widder warnte in diesem Zusammenhang vor dem Aufbau einer
Groß-Bürokratie. Hier müsse jetzt das Motto gelten: "Soviel
Selbstregulierung wie möglich, soviel Staatsregulierung wie nötig."
Rückfragen an:
Wolfgang Prangenberg
- Pressesprecher -
Tel.: 0221/3770-206

Original-Content von: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), übermittelt durch news aktuell

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