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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Debatte um den Landesentwicklungsplan Zurück zur Natur FELIX EISELE

Bielefeld (ots) - Nein, einen zweiten Erdball hat niemand von uns im Keller. Auch wenn die globalen und regionalen Entwicklungen der vergangenen Jahre etwas anderes suggerieren. Dass allein in Nordrhein-Westfalen in den letzten 20 Jahren natürliche Flächen in der Größenordnung von 146.000 Fußballfeldern in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt wurden, sollte jedenfalls allen zu denken geben. Schließlich geht es in der Debatte nicht um ungenutzte Flächen. Es geht um Lebensraum für die Tierwelt, um pflanzliche Artenvielfalt, nicht zuletzt auch um Boden zur Erzeugung von Nahrung. Das wurde, teils ohne Rücksicht auf nachfolgende Generationen, geopfert. Für ein bisschen mehr Komfort, für ein bisschen wirtschaftliche Stärke, für ein bisschen mehr Geld im Portemonnaie. Dass man das aber nicht essen kann, haben schon die Cree-Indianer in ihrer berühmten Weissagung treffend formuliert. Insofern ist es nicht nur löblich, sondern sogar notwendig, dass die NRW-Regierung in ihrem Landesentwicklungsplan nun Grenzen setzt. Zwar könnten wirtschaftliche Interessen und persönliche Vorteile von der vorgesehenen Begrenzung eingeschränkt werden. Klar ist aber auch, dass sie ohne Einschränkung ohnehin nicht zur Entfaltung kommen würden.

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