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Neues Deutschland: zum Kundus-Untersuchungsausschuss

Berlin (ots) - Ja, es gibt ihn noch, den Kundus-Untersuchungsausschuss. Nein, die Abgeordneten haben nichts herausgefunden, was nicht schon in den Medien stand. Längst ist der Alltag über diesen unschönen »Kundus-Vorfall« hinweggegangen. Die Regierung hat zwei Bauernopfer - einen Staatssekretär und einen Generalinspekteur - gebracht und Peanuts als Entschädigung gezahlt. Motto: Nach vorne schauen! Unverbindlich redet man vom Abzug der Bundeswehr. Sie wird reformiert, muss sich auf größere Aufgaben vorbereiten.  Nur Träumer glauben, dass unsere Welt - auch unsere kleine deutsche - friedlicher sein wird, nachdem Afghanistan den Afghanen überlassen ist. Mehrfache einander überlagernde Ungerechtigkeiten sorgen dafür, dass nicht nur der Westen immer wieder glaubt, Politik mit anderen Mitteln betreiben zu müssen. Also Kriege zu führen. Kriege um Macht und Profit. Der Terrorismus, dem man sinnloser Weise militärisch beizukommen versucht, bleibt ein Problem. Der Klimawandel wird neue geopolitische Verwerfungen bringen, Bodenschätze machen gieriger denn je. Man wird noch mehr Bewaffnete in Bewegung setzen, um die Bewegung derer zu stoppen, die in ihren Regionen keine Zukunft haben.  Und was macht das deutsche Parlament? Letztlich seine Ohnmacht beweisen gegenüber einer Regierung, die gemeinsam mit anderen nette Nachbarn ausschickt, um zu töten. Siehe Oberst Klein.

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