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Westfalenpost: Nationale Normalität Deutschland präsentiert sich unverkrampft

    Hagen (ots) - Von Jörg Bartmann

    Verordnungen kennen wir zur Genüge. Doch damit ist diese Fußball-WM nicht belastet. Sie ist heiter und fröhlich, ausgelassen und stimulierend. Egal, ob mit Schwarz-Rot-Gold oder ohne. Das hat mit Gefühlen zu tun, mit einer emotionalen Auszeit in dieser egoistischen Welt. Diese Tage sind frei von Chauvinismus und Überheblichkeit. Sie sind getragen von Gemeinsamkeit und einer herausragenden Stimmungslage. Beim Volksfest Fußball zeigt sich, wie unbeschwert Patriotismus sein kann, fern von rechter Deutschtümelei, fern von weinerlicher Selbstverzweiflung. Schlechte Zeiten für die sattsam bekannten Warner, die sich sauertöpfisch in den Schmollwinkel zurück gezogen haben. Gut so. Diese Weltmeisterschaft verdrängt keine historische Verantwortung, sie ist aber Ausdruck für eine friedliche, nationale Normalität. Es ist bezeichnend, dass sich über ein Sportspektakel eine deutsche Identität zeigt. Ein Armutszeugnis für die Politik, die Patriotismus diskutiert, um dann feststellen zu müssen, dass dieses Thema nicht zu verordnen ist. Das, was wir jetzt erleben, ist anders, weil unverkrampft. Deutschland präsentiert sich als guter Gastgeber und zeigt Flagge: Mit Wimpeln in Schwarz-Rot-Gold und einer friedlichen Ausrichtung. Das ist Ausdruck für ein weltoffenes Land, das auf sympathische Art Anerkennung findet. Dieses Selbstwertgefühl darf nach der WM nicht wieder zerredet werden.

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