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Neue OZ: Kommentar zu Auto
Opel
Stracke

Osnabrück (ots) - Viele Baustellen

Höhen und extreme Tiefen haben Opels Mitarbeiter in den letzten Jahren erlebt. Da kann man den Leuten in den Entwicklungsbüros, am Fließband und in den Werkstätten nur wünschen, dass sie eine sichere Zukunft vor sich haben.

Ein neuer Chef soll's nun richten - ein Eigengewächs aus Hessen, das sein Berufsleben seit 1979 ausschließlich im General-Motors-Konzern verbracht hat: Karl-Friedrich Stracke. Viele Baustellen warten auf den 54-Jährigen. Er muss zusehen, dass die Planzahl seiner Detroiter Herren, bis zum Jahresende im Bochumer Werk 1200 Arbeitsplätze abzubauen, erfüllt wird. Das ist nicht einfach, denn die Ruhrpottler weigern sich standhaft, trotz Abfindungen von bis zu 250 000 Euro ihren Job bei Opel aufzugeben. Eine harte Nuss.

Außerdem muss Stracke die Verbraucher dazu bringen, wieder Vertrauen in Opel und den Ableger Vauxhall zu fassen. Das geht nur mit erstklassiger Technik, schickem Design und attraktiven Gesamtpaketen. Das alles bieten die Opel-Fahrzeuge. Markenbotschafterinnen wie die Popstars Lena oder Katie Melua lenken da eher ab.

Der neue Opel-Chef muss aber auch die Abwanderung wirklich guter Leute stoppen. Sein Vorvorgänger Hans Demant ging im Herbst zum Erzrivalen VW, der oberste Produktplaner Frank Weber verließ gerade in der vergangenen Woche überraschend das Haus. Mit geballtem Wissen über Elektroautos. Sein Ziel: BMW in München.

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