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Saarbrücker Zeitung: Hauptschulabsolventen sollen Altenpfleger werden - Bundesregierung appelliert an Länder

    Saarbrücken (ots) - Die Bundesregierung drängt angesichts eines wachsenden Pflegenotstands darauf, auch Hauptschulabsolventen im Alten- und Krankenpflegebereich einzusetzen. Das geht aus einem gemeinsamen Brief von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Arbeitsminister Olaf Scholz (beide SPD) an die zuständigen Fachminister der Länder hervor, über den die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) berichtet.

    "Mit Blick auf die demographische Entwicklung ist ein Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern für Ausbildungen in den Pflegeberufen absehbar", heiße es in dem Schreiben. Vor diesem Hintergrund würden sich für Jugendliche, die sich nach der zehnten Klasse für einen Pflegeberuf interessierten, zusätzliche Ausbildungschancen mit guten Beschäftigungsperspektiven ergeben. "Wir wären Ihnen daher dankbar, wenn Sie in den entsprechenden Schulen über diese Möglichkeiten informieren würden", appellieren Schmidt und Scholz an ihre Länderkollegen.

    Der Bundesrat hatte am 10. Juli eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach bereits ein zehnjähriger Hauptschulabschluss genügt, um eine Kranken- oder Altenpflegeausbildung zu absolvieren. Nach Ansicht von Scholz und Schmidt könne die Zugangserweiterung "ein besonderer Anreiz für Hauptschülerinnen und Hauptschüler sein, eine 10. Klasse der Hauptschule zu absolvieren".

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