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WAZ: Flexibilität gegen Kita-Engpässe. Kommentar von Tobias Blasius

Essen (ots) - In den meisten NRW-Städten können 95 Prozent aller Dreijährigen mit Kitaplätzen versorgt werden. Die Aussichten auf ein Betreuungsangebot sind also deutlich besser als für jüngere Kinder. Der Ausbau der U3-Versorgung mag hier und dort übergangsweise zu Engpässen in der Wunschkita führen - von einer Verkehrung der Wahlfreiheit kann jedoch keine Rede sein. Eltern, die ihre Kinder drei Jahre zu Hause betreuen möchten, sind nicht die Verlierer des U3-Ausbaus. Überall dort, wo es dennoch Überbelegungen gibt, müssen die Kommunen flexible Lösungen finden und ihr Betreuungsangebot nachbessern. Wer nach dem Gesetzgeber ruft und den angeblichen ideologischen Zwang zur frühen Fremdbetreuung der Kleinen beklagt, schlägt die Schlachten von gestern. Es ist eine Tatsache, dass immer mehr berufstätige Eltern ihre Kinder jung in eine Einrichtung geben wollen und trotzdem keine Rabeneltern sind.

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